Baustellen erfüllen ökologische Auflagen

Seit Einführung des Umwelt-Baustelleninspektorats sind ökologische Verfehlungen massiv zurückgegangen.

Daniel Schwab, Apimedia
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Baustelleninspektor Thomas Rähmi in Sarnen mit Polier Iwan Frei und Gemeinde-Vertreter Alois Abegg (von links). (Bild: Apimedia)

Baustelleninspektor Thomas Rähmi in Sarnen mit Polier Iwan Frei und Gemeinde-Vertreter Alois Abegg (von links). (Bild: Apimedia)

Um die Umweltbelastung der Bautätigkeit zu reduzieren, ist jede Baubewilligung an Auflagen geknüpft. Die Gemeinden sind von Gesetzes wegen verpflichtet, deren Einhaltung zu kontrollieren.

Doch oft fehlt ihnen dafür die Zeit oder das nötige Fachwissen. Seit einigen Jahren haben die Gemeinden nun die Möglichkeit, die Kontrollpflicht an das Zentralschweizer Umwelt-Baustelleninspektorat (Zubi) zu delegieren.

«Sauber und gepflegt»

Daraufhin besucht ein ausgewiesener Umweltinspektor die Baustellen auf dem Gemeindegebiet stichprobenweise in den sechs Umweltbereichen Abfall, gefährliche Güter, Boden, Luft, Entwässerung und Lärm. Auch die Gemeinde Sarnen zählt seit mehreren Jahren auf die Dienste des Zubi. «Die Umweltthematik ist uns ein grosses Anliegen, und wir sind interessiert daran, dass die Umweltvorschriften auf den Baustellen eingehalten werden», sagt Alois Abegg, Leiter Fachbereich Bau/Raumentwicklung. Eine entsprechende Kontrolle fand kürzlich auf der Baustelle «Im Feld» statt, wo die Obwaldner Kantonalbank derzeit einen Neubau realisiert.

Im Beisein der OKB-Vertreter Bruno Thürig (CEO) und Roland Jakober (Projektleiter) nahm Inspektor Thomas Rähmi einen Augenschein von der Baustelle. «Auf den ersten Blick sieht alles sehr sauber und gepflegt aus», sagte er bereits nach wenigen Minuten und wand damit ein Kränzchen an Polier Iwan Frei von der Bürgi AG aus Alpnach. Beim folgenden Rundgang schaute Thomas Rähmi dann ganz genau hin. Um beispielsweise herauszufinden, wie die Abfälle entsorgt werden, ob die eingesetzten Baumaschinen über ein Partikelfiltersystem verfügen oder ob wassergefährdende Stoffe fachgerecht gelagert werden. Nach getaner Arbeit erstellte Rähmi direkt vor Ort den entsprechenden Rapport, den das Zubi schliesslich der Gemeinde Sarnen zukommen liess. Mit folgendem Fazit: «Gut geführte Baustelle. Wartungsdokumente vorhanden. Keine Beanstandungen.» Übrigens: Die Baustellenkontrollen in der Zentralschweiz scheinen ihren Zweck mehr als zu erfüllen. «Die Zahl der Beanstandungen ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen», stellt Rähmi erfreut fest. Wenn hin und wieder mal ein Mangel konstatiert wird, dann meist wegen eines fehlenden Papiers.