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Beängstigende Unwissenheit

Redaktor Philipp Unterschütz macht sich in seinem «Blitzlicht» Gedanken über Menschen, die mit News unterversorgt sind.
Philipp Unterschütz
Philipp Unterschütz.

Philipp Unterschütz.

Es ist eine alarmierende Tatsache, die aufgrund einer Studie der Uni Zürich publik wurde. Hierzulande gibt es immer mehr Leute, die mit relevanten Neuigkeiten krass unterversorgt sind. Von 2009 bis 2019 ist diese Gruppe der «News-Deprivierten» um 15 Prozent auf einen Bevölkerungsanteil von 36 Prozent gestiegen. Betrachtet man nur die Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen sind es mittlerweile gar 56 (!) Prozent. Ein riesiger und stetig wachsender Teil der Bevölkerung interessiert sich also nicht für regionale und nationale News.

Nur auf der Grundlage von Wissen können wir unsere demokratischen Grundrechte ausüben. Dass sich immer mehr Menschen nur noch über Twitter, Instagram oder Facebook informieren (denen übrigens nur 20 Prozent der Befragten trauen!), hat schwerwiegende Folgen. Wer schlecht über Politik und Wirtschaft informiert ist, beteiligt sich weniger an Abstimmungen und Wahlen. Unwissende sind auch eine leichte Beute für einfache Heilsversprechen populistischer Akteure von links bis rechts.

Der Einbahnversuch in Stans ist ein gutes Beispiel. Ein kleiner Teil informierter Bürger hat ihn an einer Gemeindeversammlung beschlossen. Es geht hier nicht darum, ob das ein guter oder schlechter Entscheid war. Es geht um das spätere Getöse derer, die nicht mal gewusst haben, dass das Thema an der Versammlung behandelt wurde. Im Facebook fand das Ganze halt erst statt, als sich die Autos bereits stauten. Hätten sie Zeitung oder die Post der Gemeinde gelesen, hätten sie beim Entscheid mitreden können.

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