Beide in Obwalden ausgewilderten Bartgeier sind flügge

Beide am 17. Juni im Melchtal ausgewilderten jungen Bartgeier sind flügge. Am Mittwoch um 13.46 Uhr hat das Weibchen Finja seinen Erstflug unternommen. 

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Ist nun flügge: Das junge Bartgeierweibchen Finja, das im Juni im Melchtal im Kanton Obwalden ausgewildert worden ist (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Ist nun flügge: Das junge Bartgeierweibchen Finja, das im Juni im Melchtal im Kanton Obwalden ausgewildert worden ist (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

(sda)

Finja sei etwa eine halbe Minute in der Luft gewesen, es habe bereits sehr gekonnt ausgesehen, schreibt die Stiftung Pro Bartgeier auf ihrer Homepage. Die Landung in der Wiese sei noch etwas unsanft gewesen.

Junge Bartgeier erlernen das Fliegen völlig selbständig und brauchen die Eltern nicht als Vorbild. Finja war am 22. März geschlüpft. Bei ihrem Erstflug war sie 125 Tage alt.

Der andere ausgewilderte Bartgeier, Fredueli, hatte sich bereits am 7. Juli zum ersten Mal zu einem Flug aufgemacht. Sein Erstflug dauerte aber nur sechs Sekunden. Fredueli war am 14. März geschlüpft. Er war bei seinem Erstflug 115 Tage alt.

Finja und Fredueli waren der achte und neunte Bartgeier, die seit 2015 im Melchtal im Kanton Obwalden ausgesetzt worden sind. Beide stammen aus einer spanischen Zuchtstation. Überwacht von Experten, gewöhnen sie sich seit der Auswilderung an das Leben in freier Wildbahn.

Der Bartgeier, ein Aasfresser, war früher als Lämmerdieb verrufen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er in den Alpen ausgerottet. 1986 wurde ein Wiederansiedlungsprojekt in Österreich gestartet, 1991 eines in der Schweiz.

Ein beliebtes Bildsujet: Zuschauer fotografieren Bartgeier Finja. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 17. Juni 2018)
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Reto Braun vom Tierpark Goldau mit Bartgeier Fredueli. (Bild PD)
Viele Zuschauer begleiten die beiden Bartgeier im Wildtierschutzgebiet Huetstock bei Melchsee-Frutt. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 17. Juni 2018)
Bartgeier Finja trägt einen GPS-Sender. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)
Ein seltener Moment: Dem Bartgeier ganz nah. (Bild PD)
Eine heikle Fracht. (Bild PD)
Franziska Lörcher  (Stiftung Pro Bartgeier, links) und Sarah Isler (Tierpark Goldau) mit Bartgeier Finja bei einer Information vor Ort. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Ein beliebtes Bildsujet: Zuschauer fotografieren Bartgeier Finja. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 17. Juni 2018)

Stolz präsentiert sich die Bartgeierdame Trudi mit ihrem Paten, dem WWF. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
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Der Transport der Bartgeier-Kinder zu ihrem neuen Horst geht über Schneefelder hinauf zur Hengliswang. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Bartgeierdame Trudi gibt ihr erstes Interview. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Stolz präsentiert sich die Bartgeierdame Trudi in voller Grösse! (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Die jungen Bartgeier verfügen schon über eine beträchtliche Flügelspannweite. Trudi zeigt das gerne! (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Sie haben die Auswilderung des Bartgeiers auf Melchsee-Frutt massgeblich gefördert: Von l. nach. r. Niklaus Ettlin (Korporation Kerns), Martin Wehrle (Tierarzt Tierpark Goldau), Hans Spichtig (Wildhüter), Paul Federer (Umweltdirektor), Daniel Hegglin (Stiftung Pro Bartgeier) und Franziska Lörcher (Biologin). (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Schon an der Talstation der Bahnen gibt es einen Geier, den der Kernser Ruedi Egger geschnitzt hat: Anna Baumann (Tierpark Goldau), Daniel Hegglin (Stiftung pro Geier) und Walter Röthlin (Bergbahnen Melchsee-Frutt) freuen sich. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Stolz präsentiert sich die Bartgeierdame Trudi. Ihr  Pate ist der WWF. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Stolz präsentiert sich die Bartgeierdame Trudi. Ihr  Pate ist der WWF. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Stolz präsentiert sich die Bartgeierdame Trudi. Ihr  Pate ist der WWF. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Einer der drei jungen Bartgeier wird den anwesenden Zuschauern und Pressevertretern gezeigt, bevor die Geier am Sonntag, 31. Mai 2015 auf der auf der Tannalt bei Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden anlässlich einer Bartgeierauswilderung freigelassen werden. (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
BARTGEIER, VOUTOUR, VULTURE, (Bild: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Die Obwaldner Jäger zeigten ihren "Goodwill": Peter Garovi vom Jagdschutzverein übergab Paul Federer 1700 Franken für die Bereicherung der Tierwelt durch einen "Umweltpolizisten". (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Stolz präsentiert sich die Bartgeierdame Trudi mit ihrem Paten, dem WWF. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)