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Bessere Rahmenbedingungen im Logistikzentrum Kägiswil: Beim Zivilschutz bricht eine neue Ära an

Das Logistikzentrum in Kägiswil bringt der Zivilschutzorganisation Obwalden wesentlich bessere Rahmenbedingungen.
Philipp Unterschütz
Bruno Odermatt, Leiter ZSO (links) mit den Regierungsräten Josef Hess und Christoph Amstad (rechts) in der Lagerhalle im neuen Logistikzentrum. (Bild: Philipp Unterschütz Kägiswil, 30. August 2019)

Bruno Odermatt, Leiter ZSO (links) mit den Regierungsräten Josef Hess und Christoph Amstad (rechts) in der Lagerhalle im neuen Logistikzentrum. (Bild: Philipp Unterschütz Kägiswil, 30. August 2019)

Weit war der Weg nicht, der Unterschied ist aber umso grösser. In den vergangenen zwei Wochen hat die Zivilschutzorganisation Obwalden ZSO sämtliches Material aus dem alten Lager, quasi über die Strasse, in das brandneue Logistikgebäude in Kägiswil gezügelt. Die rund 500 Plätze für Paletten in der fast 1000 Quadratmeter grossen Halle sind fast alle belegt. Am vergangenen Freitag wurde die «Züglete» abgeschlossen. Das Einsatzmaterial wie Pumpen, Beleuchtungs- oder Baumaterial, Kleider und vieles mehr ist nun fein säuberlich und geordnet verstaut. Neben der Halle steht auch ein Teil der 13 Fahrzeuge des ZSO im neuen Unterstand. «Wir haben eine viel übersichtlichere Logistik, das neue Gebäude vereinfacht vieles für uns», freut sich Bruno Odermatt, der seit dem 1. Februar die ZSO leitet, über das neue Hauptquartier. Das Logistikzentrum markiert nämlich auch eine Art Neuanfang bei der ZSO mit ihren rund 450 Mitgliedern. Von den sechs «Vollamtlichen» sind drei erst in jüngster Zeit dazugestossen.

Die erste Bewährungsprobe für das Logistikzentrum steht im September an. «Dann haben wir einen Wiederholungskurs für rund 100 Zivilschützer. Diese werden an verschiedenen Orten im ganzen Kanton im Einsatz sein und unter anderem Wanderwege in Stand stellen, was einiges an Logistik voraussetzt», erklärt Bruno Odermatt.

Neue Infrastruktur als Motivationsfaktor

Auch Regierungsrat Christoph Amstad, als Justiz- und Sicherheitsdirektor oberster Chef über den kantonalen Zivilschutz, freut sich über das neue «Herzstück». Die gut erreichbare Lage in der Nähe des Flugplatzkommandos Alpnach und des Polizeigebäudes sei ideal und bringe viel bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit des Zivilschutzes. Doch Amstad sieht noch weitere mögliche positive Auswirkungen: «Die verbesserten Arbeitsbedingungen in diesem neuen, zweckmässigen Gebäude mit Gemeinschaftsraum oder modernen sanitären Anlagen mit Duschen wirken motivierend, die Leute können sich besser mit der Organisation identifizieren.» Ausserdem könne mit der neuen Infrastruktur die Zusammenarbeit der kantonalen Zivilschutzorganisationen und allen Partnern im Bevölkerungsschutz weiter gefördert werden. Insbesondere auch mit dem Kanton Nidwalden soll die Zusammenarbeit weiter intensiviert werden.

Der Rundgang durch das Gebäude zeigt eine einfache, aber zweckmässige Einrichtung. Während ebenerdig mit guten Zufahrten die Lagerhalle und je eine Holz- und Metallwerkstatt mit einem Hebelift für Fahrzeuge, Aufenthaltsraum, zwei Garderoben mit Duschen, WC-Anlagen und das Büro des Logistikchefs liegen, befinden sich im Obergeschoss die Büros des Kommandanten und der Führungsunterstützung mit bis zu 12 Arbeitsplätzen und der unterteilbare Theorieraum mit 100 Plätzen. «Man findet da keinen überflüssigen Luxus», hält auch Baudirektor Josef Hess fest, der mit dem Logistikgebäude das erste Bauwerk des Kantons seit dem Bettentrakt des Spitals 2012 den Nutzern übergeben konnte.

Die Kosten von 4,85 Millionen Franken seien exakt eingehalten worden. «Wir machen voraussichtlich eine Ziellandung. Dies ist angesichts der Komplexität des Bauvorhabens nicht selbstverständlich. Ich kann meinen Mitarbeitenden und den Architekten ein Kränzchen winden.» Im Gebäude, das zu 85 Prozent von Obwaldner Unternehmen gebaut wurde und für das nur Schweizer Holz verwendet wurde, steckt auch 43 Prozent Holz aus Obwalden drin. Und wer denkt, das sei ein Teuerungsfaktor liegt falsch. «Der Unterschied zu ausländischem Holz beträgt weniger als ein halbes Prozent der Bausumme», bestätigt Josef Hess.

Umzug der Kulturgüter steht noch bevor

Vorfreude über das neue Gebäude herrscht auch bei Marius Risi, Leiter des Amts für Kultur und Sport, sowie bei Klara Spichtig, Leiterin des historischen Museums. In den Lagerräumen im zweiten Stock des Gebäudes werden rund 10000 Kulturgüter des Kantons eingelagert. «In den letzten Jahren mussten wir mehrmals umziehen, nun freuen wir uns umso mehr, eine funktionierende Infrastruktur mit guten klimatischen Bedingungen zum Erhalt der Kulturgüter zu bekommen», sagt Risi. Gezügelt wird laut Klara Spichtig im September und Oktober. «Während neun Wochen haben wir rund 60 Palette gepackt – bis sie uns ausgegangen sind.». Das Zügeln werden übrigens die Mitglieder des ZSO-Zuges «Kulturgüterschutz» übernehmen.

Hinweis: Samstag, 26. Oktober: Tag der offenen Tür im Logistikzentrum Kägiswil.

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