BERN / KERNS: agroPreis 2014 geht an Obwaldner Edelpilze

Zwei Obwaldner Landwirte sind für ihre automatische Produktionsanlage für Pilzsubstrat mit dem diesjährigen agroPreis ausgezeichnet worden: Sepp und Patrick Häcki aus Kerns erhielten den Hauptpreis von 20'000 Franken.

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Sepp und Patrick Häcki (Bildmitte kniend) freuen sich mit ihren Partnerinnen und dem Mitarbeiterteam über den Agropreis 2014. (Bild: Urs Stettler)

Sepp und Patrick Häcki (Bildmitte kniend) freuen sich mit ihren Partnerinnen und dem Mitarbeiterteam über den Agropreis 2014. (Bild: Urs Stettler)

Die Häckis setzten sich in der Endausscheidung gegen vier weitere innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft durch. Neben der Maschine für das Pilzsubstrat entwickelten die Häckis auch eine Anlage, welche die Substratmischung automatisch abpackt, wie es in der Mitteilung heisst. Sepp und sein Sohn Patrick Häcki seien die grössten Anbieter von Edelpilzen in der Schweiz.

Der Absatz war in der 20-jährigen Geschichte der Kernser Edelpilze nicht immer so gross. Sepp Häcki nahm bei seiner Präsentation im Kursaal am Donnerstagabend kein Blatt vor den Mund und gab zu, einige Durststrecken überstanden zu haben. Viele hätten in solchen Situationen aufgegeben, nicht aber der zähe ehemalige Schweinebauer. «Aufgrund des revidierten Gewässerschutzgesetzes musste ich meinen Schweinezuchtbetrieb Mitte der 90er Jahre neu ausrichten», erläuterte er seine Motivation mit der Pilzzucht zu starten. Sein Sohn Patrick stieg nach seiner Lehre als Elektroinstallateur im Betrieb ein.

Zur gemeinsamen Errungenschaft der Beiden darf die erst vor kurzem selber entwickelte vollautomatische Substratproduktion im Beutelsystem bezeichnet werden. «Die neue Maschine ist ein Meilenstein und ermöglicht uns eine effiziente Substratproduktion aus Schweizer Laubholz», verrät Sepp Häcki. Innovationen, welche die Landwirtschaft weiterbringen und im Fall der Kernser Edelpilze zu recht mit dem mit 20‘000 Schweizer Franken dotierten Agropreis 2014 gewürdigt wurde.

Mit dem agroPreis werden seit 1993 jährlich innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft ausgezeichnet. Die Gesamtpreissumme beträgt rund 50'000 Franken.

sda/rem