BERN: Luftwaffe nimmt Flugdienst wieder auf

Nachdem die Luftwaffe den Flugdienst am Mittwoch vorläufig eingestellt hatte, läuft der Betrieb am Donnerstag wieder normal. Die Sicherung des Luftraums sei eine primäre Aufgabe der Luftwaffe.

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Ein Helikopter der Armee am Mittwoch bei der Brandbekämpfung. (Bild: Keystone)

Ein Helikopter der Armee am Mittwoch bei der Brandbekämpfung. (Bild: Keystone)

Der Auftrag, den Luftraum zu schützen, stehe im Vordergrund, sagte Luftwaffen-Sprecher Jürg Nussbaum auf Anfrage. Dass der Flugbetrieb nach dem Absturz eines F/A-18-Kampfflugzeugs bei Alpnachstad OW am Mittwoch vorläufig eingestellt worden sei, habe «psychologische Gründe», sagte Nussbaum. Einen Tag später arbeiten die Fliegerstaffeln nun wieder im Normalbetrieb, auch die F/A-18-Staffeln in Payerne VD und Meiringen BE.

Der Schutz des Luftraums mit einem Luftpolizeidienst ist die primäre Aufgabe der Luftwaffe. Zu den Aufgaben der Luftpolizei gehören unter anderem Hilfeleistungen für zivile Flugzeuge mit Navigationsproblemen. Fünf bis zehnmal pro Jahr fliegt die Luftwaffe sogenannte «Hot missions». Dazu zählen etwa Funkausfälle bei zivilen Flugzeugen oder schwerwiegende Verletzungen der Luftverkehrsregeln.

Ein Augenschein vor Ort an der Unglücksstelle am Lopper zeigte, dass die Bäume in der steilen, bewaldeten Bergflanke auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld umgemäht wurden (Bild: Keystone)
32 Bilder
Die Militärpolizei sichert Spuren am Unfallort. (Bild: Keystone)
Spezialisten der Schweizer Armee suchen nach Absturzteile. (Bild: Keystone)
Spezialisten des forensischen Instiuts bei der Spurensicherung. (Bild: Keystone)
Die Unfallstelle am Lopper (Bild: Keystone)
Militärhelikopter kreisten immer wieder über der Unglücksstelle und brachten Personal an besonders unzugängliche Stellen. (Bild: Keystone)
Ein Wrack der F/A 18 liegt neben der Kantonsstrasse. (Bild: Keystone)
Spezialisten der Schweizer Armee untersuchen den Unfallort . Auf dem Bild zu sehen ist die abgebrochene Spitze des verunfallten F/A-18 Kampfsjets bei Alpnach. (Bild: Keystone)
Im See wurden Taucher eingesetzt. Die Frage, ob eine der Leichen im See gefunden worden ist, konnte die Militärjustiz nicht beantworten. (Bild: Keystone)
Polizisten sichern den Alpnachersee, im Hintergrund die Unfallstelle. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Feuerwehr Stansstad auf dem Alpnachersee, im Hintergrund holt der Superpuma Wasser. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Absturzstelle bei Alpnach (Bild: Keystone)
30 Sekunden nach dem Unglück hat Leserreporter Joel Ramseier dieses Bild geschossen. (Bild: Leserreporter)
Eine Leserreporterin fotografierte am Mittwoch diesen Löschhelikopter am Alpnachersee hinter dem Flugplatz. (Bild: Leserreporterin)
Polizei sichert das Gebiet auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Bei den Löscharbeiten am Lopper kommt ein Superpuma zum Einsatz... (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
... und wirft das Wasser über der Unfallstelle ab. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Im Minutentakt holt der Helikopter Wasser aus dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Der Unglücksort befindet sich direkt beim Loppertunnel oberhalb der Kantonsstrasse - beim Grenzstein zwischen den Kantonen Ob- und Nidwalden. (Bild: Keystone)
Auch die Rega flog Einsätze. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Ein Polizeiboot auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Blick auf die Absturzstelle. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Auch die Feuerwehr war mit einem Grosseinsatz vor Ort. (Bild: Leserreporer)
Aus dem Wald üder dem «Tälli» steigt Rauch auf. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Die Ölwehr im Einsatz: (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Eine Ölsperre wird errichtet. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler
EIn Helikopter über der Absturzstelle. (Bild: Leserreporter)
Die Absturzstelle und ein Bild des abgestürzten Kampfjets. (Bild: Keystone / Leserreporter)
F/A-18 Pilot Pierre de Goumoens: «Die Umkehrkurve wird abgebrochen, wenn der Pilot merkt dass er sie nicht zu Ende führen kann. Das ist eine normale und trainierte Notfallsituation. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann: «Es ist ein schwarzer Tag für die Luftwaffe.» (Bild: Keystone)
Korpskommandant Aldo C.Schellenberg: In Gedanken sind wir bei den Piloten und seinen Angehörigen.» (Bild: Keystone)

Ein Augenschein vor Ort an der Unglücksstelle am Lopper zeigte, dass die Bäume in der steilen, bewaldeten Bergflanke auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld umgemäht wurden (Bild: Keystone)

Der Luftpolizeidienst wird aber nicht rund um die Uhr betrieben. Nach 17 Uhr und am Wochenende können keine Einsätze geflogen werden. Aus der Sicht von Verteidigungsminister Ueli Maurer wäre eine dauernde Einsatzbereitschaft der Luftwaffe überfällig, wie er im vergangenen Jahr sagte: «Eigentlich ist es notwendig, denn alle Länder um uns herum machen das». Das Budget der Armee lasse einen Rundumbetrieb aber nicht zu.

Neben der F/A-18-Flotte, die nach dem Absturz vom Mittwoch noch 32 Maschinen umfasst, leisten auch die Tiger F-5 Luftpolizeieinsätze. Aufgrund seiner veralteten Technologie genügt der seit 1978 im Einsatz stehende Typ allerdings «selbst den Mindestanforderungen für den Luftpolizeidienst nicht mehr», wie das Verteidigungsdepartement schreibt. Abhilfe soll die Beschaffung von 22 Gripen-Kampfflugzeugen schaffen.

sda