BERUFSINFORMATIONSTAGE: Ein wertvoller Einblick in die Berufswelt

423 Jugendliche aus Ob- und Nidwalden wollen in diesen Tagen ein oder zwei Berufe näher kennen lernen. Damit soll die Berufswahl erleichtert werden.

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Jonas Lüthold (links) und Remo Anderhalden informieren sich bei der Kägiswiler Firma Julian Müller AG über den Beruf des Ofenbauers. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Jonas Lüthold (links) und Remo Anderhalden informieren sich bei der Kägiswiler Firma Julian Müller AG über den Beruf des Ofenbauers. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

«Hafner renovieren alte oder bauen neue Speicheröfen und Cheminées. Zu ihren Aufgaben gehören auch Unterhalts-arbeiten an Holzöfen aller Art sowie Kamin-Reparaturen», ist in einem Merkblatt der Fachvereinigung für Berufsberatung (FAB) zu lesen. Die Ausbildung dauert drei Jahre, erlernt wird der Beruf in einem Hafnerbetrieb. Der berufskundliche und allgemeinbildende Unterricht findet in Wochenkursen im Kanton Solothurn statt, heisst es weiter.

Die drei Oberstufenschüler Lukas Schleiss aus Kerns, Jason Lüthold aus Alpnach und Remo Anderhalden aus Sachseln haben den Beruf des Hafners ins Visier genommen und wollten noch mehr darüber wissen. Die Berufsinformationstage Obwalden und Nidwalden, die zum grossen Teil in der zweiten Herbstferienwoche angesagt sind, gaben ihnen Gelegenheit dazu.

Auch die Eltern sind mit von der Partie
Thomas Müller, Mitinhaber der Julian Müller AG in Kägiswil, informierte gestern die drei Jugendlichen und eine begleitende Mutter im Ausstellungsraum der Firma umfassend über den Beruf eines Hafners. «Gefragt sind handwerkliches Geschick, gestalterisches Flair, sauberes, selbstständiges und zuverlässiges Arbeiten sowie gute Materialkenntnisse.» Ein Ofenbauer muss sich auch mit Kaminen auskennen. Die weiteren Berufsaussichten seien gut, erklärte Müller. Denn gesamtschweizerisch werden pro Lehrjahr nur gerade rund 20 Lehrlinge ausgebildet, und allein in Ob- und Nidwalden seien mehrere Betriebe im Bereich Ofen- und Cheminéebau tätig.

Die drei Jungen waren sich gestern einig: Sie haben viele wertvolle Informationen über den Hafner-Beruf und den Ausbildungsweg erhalten. Festlegen wollen sie sich aber noch nicht. Insgesamt nehmen 206 Jugendliche aus Nidwalden und 217 aus Obwalden an den diesjährigen Einblickstagen teil, so Werner Mehr, Leiter Berufs- und Studienberatung Nidwalden. Dass die Berufswahl als «Familienprojekt» verstanden wird, zeigt die Tatsache, dass über 200 Erziehungsberechtigte die Jugendlichen begleiten.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.