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BIATHLON: Julian Schumacher sorgt für Glanzresultat

Beim zweiten Junior-Cup-Wochenende in Ridnaun (ITA) ruft Julian Schumacher sein Können ab. Dank einer guten Schiessleistung läuft der Obwaldner auf den achten Rang.
Julian Schumacher ist mit durchschnittlich 180 Pulsschlägen pro Minute unterwegs. (Bild: Kevin Voigt (Ridnaun, 16. Dezember 2017))

Julian Schumacher ist mit durchschnittlich 180 Pulsschlägen pro Minute unterwegs. (Bild: Kevin Voigt (Ridnaun, 16. Dezember 2017))

Von Obertilliach (AUT) ging die Reise der Schweizer Junioren direkt weiter nach Italien. In Ridnaun standen am Freitag und Samstag der letzten Woche ein Einzelstartrennen sowie ein Sprint auf dem Programm. Die C-Kader-Athletin Flavia Barmettler konnte sich erneut im Mittelfeld des internationalen Teilnehmerfelds klassieren. Läuferisch lief es ihr dabei insbesondere am Freitag sehr gut. Im Schiessen hingegen schleichen sich noch zu viele Fehler ein. Selbstkritisch kommt Barmettler zum Schluss: «Ich brauche jetzt eine Pause. Im Kopf passt irgendwie momentan nichts zusammen.» Die Athletin des Skiclubs Schwendi-Langis ist aufgrund ihrer Trainingsleistungen zuversichtlich, dass es Anfang 2018 wieder passen wird.

Froh über die Weihnachtspause ist auch Julian Schumacher, der Klubkollege von Flavia Barmettler. Seit Sonntag liegt der 20-jährige Sarner mit einer leichten Grippe im Bett. Davor setzte der gelernte Metallbauschlosser zwei Ausrufezeichen. Im 110-köpfigen Teilnehmerfeld der weltbesten Athleten mit Jahrgang 1997 und 1998 wurde er beim Einzelrennen Achter und sorgte mit dem viertplatzierten Sandro Bovisi und Sebastian Stalder auf dem siebten Rang für das beste Schweizer Teamresultat der Geschichte. «Die Strecke in Ridnaun ist sehr anspruchsvoll. Es warten viele steile Aufstiege. Zudem war der Neuschnee sehr langsam. Ich ging auf den 15 Kilometern voll an meine Grenzen. Der Puls lag durchschnittlich bei 180», blickt Schumacher zurück.

Den Grundstein zum Erfolg legte er im Schiessstand. Mit 19 von 20 Treffern gehörte er zu den fünf besten Schützen im Feld. «Auch im Schiessstand ist das Niveau enorm hoch. Man kann sich keinen Fehler erlauben», erklärt Schumacher. Umso mehr war er über seine Schiessleistungen im bisherigen Verlauf der Saison konsterniert. «Endlich konnte ich Ridnaun abrufen, was ich im Sommer und Herbst von meinem österreichischen Trainer Joe Obererlacher gelernt habe.»

Zusammenarbeit mit Mentaltrainer zahlt sich aus

Julian Schumacher ist zudem überzeugt, dass sich auch die Zusammenarbeit mit einem Mentaltrainer ausgezahlt habe. Die Bestätigung kam am Tag danach mit dem 22. Rang im Sprint und einer erneut soliden Schiessleistung mit lediglich zwei Fehlern. Die beiden Resultate stimmen den Obwaldner zuversichtlich bezüglich der Qualifikation zur Teilnahme an den Junioren-EM Ende Januar/Anfang Februar in Pokljuka (SLO). Ein grosses Ziel von Julian Schumacher bleibt auch die Junioren-WM Ende Februar in Estland.

So weit vorausblicken mag Schumacher aber noch nicht. «Jetzt gilt es, möglichst schnell gesund zu werden, um am 27. Dezember ins auf eigene Faust organisierte Trainingslager nach Italien reisen zu können.» Obwohl er im Frühling das C-Kader aus eigenem Wunsch verlassen hat und zusammen mit zwei anderen Athleten ein eigenes Trainingsteam bildet, habe er sich die letzten beiden Wochenenden sehr aufgenommen gefühlt in der Swiss-Ski-Familie, zog Julian Schumacher eine positive Zwischenbilanz. Mit gegenseitigem Respekt sind viele Wege zum Erfolg denkbar.

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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