BILDUNG: Obwalden unterstützt Hochschule Luzern

Der Kantonsrat Obwalden steht hinter der Hochschule Luzern. Er hat am Donnerstag vom Leistungsauftrag zustimmend Kenntnis genommen. Kritische Worte gab es nur von der SVP.

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Eingang zur Hochschule Luzern - Wirtschaft. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Eingang zur Hochschule Luzern - Wirtschaft. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Leistungsauftag umfasst die Jahre 2013 bis 2015. Der Kantonsrat hat diesem mit 41 zu 0 Stimmen bei 8 Enthaltungen zugestimmt.

Der Leistungsauftrag legt die Entwicklungsschwerpunkte der Hochschule und die finanziellen Beiträge der Trägerkantone fest. Das Parlament kann den Leistungsauftrag nicht ändern, sonder nur von ihm Kenntnis nehmen und Anmerkungen zu Handen der Regierung machen.

Die Hochschule Luzern, wie die Fachhochschule Zentralschweiz genannt wird, hat fünf Fachrichtungen. Der Leistungsauftrag sehe vor, dass sie vor allem in den Bereichen Technik und Wirtschaft wachsen solle, sagte Martin Ming, Sprecher der vorberatenden Kommission und der FDP.

Der Kanton Obwalden trägt knapp 5 Prozent der Gesamtkosten. Der Leistungsauftrag sieht vor, dass der Umsatz der Hochschule von 2013 bis 2015 von 215,5 Millionen Franken auf 225,9 Millionen Franken wachsen wird. Damit wird auch der Beitrag Obwaldens grösser werden.

Die SVP wollte deswegen vom Leistungsauftrag nur neutral und nicht zustimmend Kenntnis nehmen, unterlag im Kantonsrat mit ihrem Antrag aber klar. Peter Seiler (SVP) sagte, er sei nicht bereit, dem Ausgabenwachstum zuzuschauen und dieses abzunicken. Bildung möge zwar eine heilige Kuh sein, aber es gehe auch nicht, immer mehr zu zahlen.

Als Problem bezeichnete Seiler das Bologna-System, das die Ausbildung an der Fachhochschule verlängert habe. Früher sei man nach drei Jahren ein Berufsmann gewesen, heute sei man dann erst ein Bachelor und hänge dann noch ein Master-Studium an. Ein Fragezeichen setzte er auch hinter die Investitionen in die Infrastruktur.

FDP, CVP, CSP und SP nahmen vom Leistungsauftrag aber zustimmend Kenntnis. Die Hochschule Luzern stärke die Wirtschaft und den Kanton Obwalden, sagte etwa Peter Wechsler (CSP). Monika Brunner (CVP) wies darauf hin, dass 146 Obwaldner Bachelor- und Master-Studentinnen und -Studenten sich an der Hochschule Luzern ausbilden liessen. (sda)