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Bildungsdirektor Christian Schäli: «Das Zeugnis ist Ihr Fundament»

13 Maturanden der Sportmittelschule Engelberg konnten am Freitag ihr Zeugnis entgegen nehmen. Ausserdem schlossen vier Schüler ihre kaufmännische Ausbildung mit Erfolg ab.
Marion Wannemacher
Die vier Besten Maturanden an der Sportmittelschule (von links): Giulia Tanno (Lenzerheide), Vivianne Härri (Giswil), Laura Bütler (Engelberg) und Elias Ott (Sattel). (Bild: Marion Wannemacher, Engelberg, 29. Juni 2019)

Die vier Besten Maturanden an der Sportmittelschule (von links): Giulia Tanno (Lenzerheide), Vivianne Härri (Giswil), Laura Bütler (Engelberg) und Elias Ott (Sattel). (Bild: Marion Wannemacher, Engelberg, 29. Juni 2019)

17 festlich gekleidete junge Männer und Frauen, ringsum strahlende Gesichter im festlichen Barocksaal des Klosters und stimmige musikalische Unterhaltung mit dem Schwyzerörgeli von Peter Berchtold. Thomi Heiniger, der schulische Leiter der Sportmittelschule Engelberg betonte, dass alle Prüfungskandidaten bestanden hatten, und nannte diese Leistung eine «Punktlandung».

«Sie haben es geschafft», freute sich Bildungsdirektor Christian Schäli mit ihnen. Er bezeichnete die Maturität der 13 Absolventen und die Diplome der vier Kaufleute als «Meilenstein» in deren Leben. Den von ihm eingespielten Song «On The Top Of The Mountain» einer unbekannten Band bezog Schäli auf den «spitzenmässigen Aussichtsplatz», den sie sich erarbeitet hatten. Als Metapher wählte er den Eisberg. Er bestehe aus umso mehr Masse unter Wasser, je mehr er aus dem Wasser rage.

Unterstützung vieler half beim Bauen des Fundaments

«Sie stehen heute so hoch, weil sie auf einem gewaltigen Fundament stehen», sagte der Regierungsrat zu den Maturanden und Berufsleuten. Christian Schäli richtete den Blick auf die Menschen, die ihnen geholfen hätten, dieses zu erarbeiten: die Eltern, Lehrer, Ausbildner, Schulleitung, Trainer und eigene Kollegen.

«Was die Leute heute nicht sehen, ist, dass Ihr Fundament aus Tränen, Ausdauer, Fleiss, Tapferkeit, Aufopferung, Zweifel, Enttäuschungen und Disziplin besteht», betonte er und ermutigte sie dazu, sich weiter zu entwickeln. Das Schöne an dem Tag der Maturitätsfeier habe auch eine frustrierende Seite: Kaum habe man den Titlis bezwungen, folge schon die Frage nach dem nächsthöheren Berg mit noch besserer Aussicht. «Gehen Sie weiter nach oben, wachsen Sie», rief der Bildungsdirektor ihnen zu. Und in Bezug auf das Matura-Zeugnis und das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis sagte er: «Dieses Zeugnis stellt Ihr Fundament dar, welches Ihnen das Wachstum, den Aufstieg in noch berauschendere Höhen erlaubt. Geniessen Sie den grandiosen Ausblick.»

Schulleiter Heiniger hielt fest, dass die Absolventen stolz sein könnten auf ihre sportlichen, schulischen und beruflichen Leistungen. «Der Weg zum Erfolg ist steinig, steil und mit zahlreichen Hindernissen versetzt», sagte er. Dazu gehörten auch Rückschläge. Entscheidend sei jedoch, dass man immer wieder aufstehe. Bei der Frage nach dem weiteren Weg riet er ihnen vor allem eins: «Der von euch gewählte Weg muss euer eigener sein.»

Gerüstet dafür seien die Schulabgänger bestens mit ihrem «Sportmittelschule-Rucksack». Heiniger erklärte, was in diesem alles drin stecke: «Eine gehörige Portion Ehrgeiz, Beharrlichkeit und Durchhaltewillen, ganz viel Motivation, aussergewöhnliche Leistungsbereitschaft, Fokussiertheit, Disziplin, Teamgeist, Leidensfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Begeisterung, Humor und ausserdem Flexibilität und Improvisationskunst.»

Mit einem Hauch Wehmut erinnerten sich die Absolventen Shane Mathis, Eric Wyler und Elias Ott an ihre Zeit an der Sportmittelschule. Wyler betonte, dass ihm von Anfang an aufgefallen sei, dass man an der Sportmittelschule mit «vollem Herzblut» dabei sei. Deshalb sei diese auch so erfolgreich. Ott bedankte sich für die Unterstützung. Bei den Trainern bei ihren sportlichen Leistungen und bei den Lehrern im Unterricht. Er dankte Letzteren «vor allem, dass sie uns zu dem roten Büchlein geführt haben», womit er das Zeugnis meinte.

Engelbergerin ist zweitbeste Maturandin

Als Höhepunkt übergab Christian Schäli den Maturanden ihre Zeugnisse und Daniel Henggeler, der Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrum BWZ Obwalden den Kaufleuten ihre Eidgenössischen Fähigkeits-Zeugnisse. Als bester Kaufmann schnitt Shane Mathis aus Stans mit 5,2 ab. Ausserdem gratulierten Schäli den besten Maturanden. Elias Ott ging mit einem Schnitt von 5,27 als bester Absolvent hervor, die Engelbergerin Laura Bütler legte mit einem Schnitt von 5,19 die zweitbeste Matura ab. Vivianne Härri aus Giswil und Giulia Tanno teilten sich mit 5,08 den drittbesten Rang.

Die Erfolgreichen:
Matura: Ackermann Lars, Meiringen; Blom Morris, Samstagern; Bütler Laura, Engelberg; Härri Vivianne, Giswil; Lüönd Luca, Gersau; Ott Dominic, Hasliberg; Ott Elias, Sattel; Steffen Fiona, Engelberg; Stössel Gian-Marco, Gwatt; Tanno Giulia, Lenzerheide; Tortajada Adrian, Engelberg; Wili Colin, Appenzell; Wyler Eric, Brienz.
EFZ: Fähndrich Cyril, Eigenthal; Häfliger Elena, Mauensee; Heinzer Carina, Brunnen; Mathis Shane, Stans.

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