Kantonsrat Obwalden
Bistum Chur: Provisorium gibt immer wieder zu reden

Für Kantonsrat Dominik Rohrer weckt der neue Bischof die Hoffnung, dass man Gräben überwinden könne.

Martin Uebelhart
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Kantonsrat Dominik Rohrer (CVP/Mitte, Sachseln) hatte in einer Interpellation Fragen zur provisorischen Zugehörigkeit des Kantons Obwalden zum Bistum Chur gestellt. Die Regierung hatte in ihrer Antwort unter anderem geschrieben, dass eine Änderung nicht im Vordergrund stehe.

Dass die Frage des Provisoriums immer wieder zu reden gegeben habe, sei klar, hielt Rohrer gestern im Kantonsrat fest. «Wir haben während 30 Jahren ein gespaltenes Bistum erlebt.» In Obwalden habe man am gleichen Strick gezogen und versucht, fortschrittlich die Seelsorge vor Ort sicherzustellen. Der neue Bischof wecke die Hoffnung, dass man Gräben überwinden könne. Positiv wertet er, dass der Kanton bei Bedarf ein Konkordat mit dem Heiligen Stuhl abschliessen könnte.

Nachdenklich stimme ihn, dass die Regierung nicht mit anderen Beteiligten wie etwa, dem Dekanat, dem Kirchgemeindeverband oder dem Generalvikar gesprochen habe. Bildungs- und Kulturdirektor Christian Schäli hielt dazu fest, dass sich der Vorstoss an die Regierung gerichtet habe. In der Antwort werde deren Meinung unbeeinflusst wiedergegeben. (mu)

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