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Bligg lässt die Sarner Aula erzittern

1000 Kunden der Obwaldner Kantonalbank durften am fünften Eismond-Konzert Schweizer Mundart-Rap und Pop vom Feinsten geniessen. Bligg begeisterte mit geballter Energie und Charisma
Patricia Helfenstein-Burch
Bligg ist ein begnadeter Entertainer. Das bewies er in Sarnen einmal mehr.Bild: Samuel Büttler/PD (Sarnen, 21. Januar 2019)

Bligg ist ein begnadeter Entertainer. Das bewies er in Sarnen einmal mehr.Bild: Samuel Büttler/PD (Sarnen, 21. Januar 2019)

Er zählt zu den musikalischen Top-Entertainern des Landes. Dass Bligg als Musiker alle Generationen begeistert, hat er am vergangenen Montagabend beim ausverkauften Konzert in Sarnen bewiesen. Den Auftakt machte er mit dem Wortspiel-Stück «Manhattan», in welchem er den Namen eines Bezirks von New York City mit dem Zürcher Mundart Ausdruck für «Man hat ihn oder nicht» (den Style meint er damit!) vermischt. Es folgten bekannte Stücke wie «Ja, aber», «Stammtisch», «Im freiä Fall», «Milieu», «Us Mänsch», «Lah si redä» und spätestens bei «Legändä und Heldä» erreichte die Stimmung im Saal den absoluten Höhepunkt. Die Aula Cher bebte förmlich. Selbstverständlich fehlte auch der Ohrwurm «Rosalie» nicht, bei dem heiter mitgesungen und getanzt wurde.

Verwechslung mit Kunz störte Bligg nicht

Bligg ist auch ein ausgezeichneter und schlagfertiger Unterhalter. Er zeigte eine Vinyl-Schallplatte seines neusten Albums «Kombination» und fragte einen Jungen im Publikum, ob er denn wisse, was das sei. Ohne langes Überlegen sagte dieser: «De Kunz!» Lautes Lachen erfüllte den Saal und Bligg sagte amüsiert: «Ich fragte zwar nicht, wer das ist, sondern was das ist» und dann schenkte er dem Jungen die Schallplatte und meinte: «Es hätte schlimmer kommen können, den Kunz mag ich!» Dass Bligg die Schweizer Musiker wirklich mag, bewies er mit dem Stück «Musigg i dä Schwiiz», welches er spontan allen Schweizer Musikschaffenden widmete.

Bligg versteht es wie kaum ein anderer, die Doppelmoral der Schweizer zu entlarven und gleichzeitig Stolz und Liebe für die Schweiz und ihre Kultur zu besingen. Sein soziales Denken und der Familiensinn sind in teils harte Worte des Rappers eingepackt. «Seine Texte berühren!», ist eine Äusserung, die man im Publikum immer wieder hörte. Instrumental stach vor allem das Akkordeon heraus, welches Bliggs Musik einen Hauch von Chanson verleiht. Die sechsköpfige Band überzeugte musikalisch voll und ganz, obwohl sie die Songs in dieser akustischen Formation noch nie zuvor aufgeführt hatte.

Sympathisch und mit Stil bedankte sich Bligg bei Bruno Thürig, Direktor und CEO der Obwaldner Kantonalbank, für die Organisation des Konzertes. Dann folgte passenderweise das Stück «Chef».

Nach drei Zugaben verliessen kurz vor halb zehn Uhr die Konzertbesucher die Aula Cher, und da oder dort war die Melodie von «Rosalie» in gesummter oder gepfiffener Version zu vernehmen.

Die Obwaldner Kantonalbank hatte im Vorfeld des Konzerts vier Tickets unter der Leserschaft dieser Zeitung verlost. Die glücklichen Gewinnerinnen und ihre Begleitung kamen nebst dem Konzert in den Genuss, Bligg vor dem Konzert persönlich kennen zu lernen.

«Meet and Greet» für Gewinner samt Begleitung

Edith Blättler aus Sarnen ist ein grosser Bligg-Fan. «Ich war auch schon an einem Konzert von ihm. Er ist einfach super», schwärmte sie, und schon war sie weg, weil Bligg nun fürs Handy-Foto neben ihr stand. Auch Andrea Zimmermann aus Ennetbürgen hört die Lieder von Bligg gerne. «Ich finde, er hat sehr gute Liedertexte», sagte sie und ihr Mann ergänzte, «die Texte sind sehr tiefgründig, das gefällt mir.»

Bligg (Mitte) mit den glücklichen Gewinnern des «Meet and Greet» Kurt Zimmermann, Andrea Zimmermann, Edith Blättler und Edith Zehnder (von links). (Bild: Patricia Helfenstein-Burch (Sarnen, 21. Januar 2019))

Bligg (Mitte) mit den glücklichen Gewinnern des «Meet and Greet» Kurt Zimmermann, Andrea Zimmermann, Edith Blättler und Edith Zehnder (von links). (Bild: Patricia Helfenstein-Burch (Sarnen, 21. Januar 2019))

Bligg begrüsste und beglückwünschte die Gewinnerinnen und ihre Begleitung herzlich, redete ein paar Worte mit ihnen und liess sich professionell und gänzlich ungestresst für deren private Fotosammlung fotografieren.

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