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Brasilianer sind von Bruder Klaus begeistert

Im Pfarreiheim Sachseln berichteten Bruder-Klausen-Kaplan P. Josef Rosenast und Dominik Rohrer über ihre Erlebnisse auf einer Brasilien-Reise. Der Nationalheilige und seine Frau Dorothee werden auch dort verehrt.
Pater Josef Rosenast (l.) und Dominik Rohrer (r.) berichteten von einer Brasilien-Reise. Zuhörer war dabei auch Carlos Alberto Ambiel aus Brasilien. (Bild: PD)

Pater Josef Rosenast (l.) und Dominik Rohrer (r.) berichteten von einer Brasilien-Reise. Zuhörer war dabei auch Carlos Alberto Ambiel aus Brasilien. (Bild: PD)

«Es ist erstaunlich, mit welcher Begeisterung die lebensfrohen Brasilianer Bruder Klaus und seine Frau Dorothee verehrt werden, obwohl die Armut weit verbreitet ist», erzählte Pater Josef Rosenast. Dies im Rahmen eines Erlebnisberichts von Josef Rosenast und Dominik Rohrer, der vor kurzem im Pfarreiheim Sachseln durchgeführt wurde. Die beiden berichteten über ihre Brasilienreise, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. «In São Carlos nahmen mehr als tausend Gläubige am Gottesdienst zum zehnjährigen Bestehen der Pfarrei Bruder Klaus und der Überreichung einer Reliquie des Ranftheiligen teil.»

Bruder Klaus sei in São Carlos, 200 Kilometer westlich von São Paulo, seit 1989 präsent. Dom Constantino Amstalden, der Bischof mit Obwaldner Vorfahren, hat dort die erste Bruder-Klausen-Kirche in Brasilien erbaut.

Die gleiche Begeisterung habe der Bruder-Klausen-Kaplan auch in den Armenvierteln der Stadt Piracicaba erlebt. Der aus der «Colônia Helvetia» stammende Kapuziner Francisco Sigrist, genannt Pebo, hat dort neben Hütten für die Armen auch eine Kirche errichten lassen, die nun ebenfalls eine Reliquie erhielt. «Die herzliche Freude und grosse Begeisterung der Brasilianer war für uns nüchterne Europäer ergreifend», berichtete Pater Josef.

Willkommene Hilfe für Kinder und Familien

In den Armenvierteln der Stadt Dourados besuchte Pater Josef Rosenast auch das 1995 von ihm mitgegründete Projekt «Açao familiar Crista» (christliche Familienaktion). Es bietet Kindern zwischen sechs und 15 Jahren Gelegenheit, den schulfreien Halbtag mit Freizeitaktivitäten zu verbringen, und eine gesunde Mahlzeit zu sich zu nehmen. Für diese Aktion war das Kirchenopfer am diesjährigen Weissen Sonntag in Sachseln und Flüeli-Ranft bestimmt gewesen.

Ein Grundstein für die Bekanntheit von Bruder Klaus in Brasilien legten die Obwaldner, welche im 19. Jahrhundert aus wirtschaftlicher Not nach Brasilien auswanderten und schliesslich 1888 in der Nähe von São Paulo die «Colônia Helvetia» gründeten. Zu deren 130-jährigem Bestehen besuchte die Reisegruppe auch den Ort, in welchem Bruder Klaus in der Kirche verehrt wird und eine Schule seinen Namen trägt. Dominik Rohrer erzählte von den vielfältigen Eindrücken auf seiner ersten Südamerika-Reise. Er zeigte sich beeindruckt, dass über 10000 Kilometer von uns entfernt nicht nur Bruder Klaus präsent ist, sondern generell die Erinnerung an die Obwaldner Wurzeln wach gehalten wird.

Unter den zahlreichen Zuhörern, welche auf Einladung des Pfarreirates in das Pfarreiheim kamen, befanden sich erfreulicherweise nahezu alle Schweizer, die im April an der 130-Jahr-Feier teilgenommen haben sowie weitere Freunde und Förderer der Colônia. Zur grossen Überraschung und Freude des Publikums war sogar ein Besucher aus Brasilien anwesend.

Carlos Alberto Ambiel ist ein Nachkomme der Obwaldner Auswanderer und zufällig einige Wochen in der Schweiz. Er liess sich die Gelegenheit nicht entgehen, den Schilderungen der Referenten über die Erlebnisse fernab der Obwaldner Heimat zu lauschen. Der Kontakt zwischen Brasilien und Obwalden hat in den letzten Jahren wieder einen Aufschwung erlebt, nicht zuletzt dank regelmässiger Besuche und moderner Kommunikationsmittel. (pd/rbu)

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