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BRUDER KLAUS: Echo bis über die Landesgrenzen

Der Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe» zieht eine positive Bilanz zum Gedenkjahr mit elf Kern- und über 200 Mitmachprojekten. Es wird aber auch nach vorne geschaut.
Romano Cuonz
Beat Hug (links) und Franz Enderli vom Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe». (Bild: Romano Cuonz (Flüeli-Ranft, 15. November 2017))

Beat Hug (links) und Franz Enderli vom Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe». (Bild: Romano Cuonz (Flüeli-Ranft, 15. November 2017))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Wir haben im Gedenkjahr zum Mitmachen eingeladen», hielt der Obwaldner Regierungsrat Franz Enderli als Präsident des Trägervereins am Mittwoch in Flüeli-Ranft fest. Sichtlich erfreut meinte er: «Dass schweizweit über 200 Personen und Organisationen unserem Ruf mit Theatern, Kompositionen, Publikationen und Gottesdiensten folgen würden, hätten wir nie erwartet.»

In Flüeli-Ranft zog Enderli – zusammen mit dem Leiter der Geschäftsstelle, Beat Hug, mit Sachselns Pfarrer Daniel Durrer und Doris Hellmüller von der Bruder-Klausen-Stiftung – eine erste Bilanz. «Unser Ziel im Gedenkjahr war es, breite Schichten in- und ausserhalb des Kantons Obwalden wieder neu mit unserer grössten Perle, nämlich Bruder Klaus, zu konfrontieren», betonte Enderli. Genau dies sei dank des Einsatzes von über 1000 Helfern gut gelungen. Aus Sicht des Komitees war das Gedenkjahr ein grosser Erfolg. Gefragt, was ihn am meisten berührt habe, meinte der Politiker: «Grossartig war sicher der Staatsakt mit Bundespräsidentin Doris Leuthard und Festredner Peter von Matt.» Doch ebenso wichtig sei ihm, dass man landesweit und über die Grenzen hinaus eine grosse Zahl von Leuten mit der Botschaft und dem Leben von Bruder Klaus habe ansprechen können. «Mit unserer Botschaft ‹Mehr Ranft›, die wir auch mit Schülern und Bussen über Obwalden hinaus getragen haben, konnten wir etwas nachhaltig Bleibendes schaffen.» Viele Leute würden wohl auch in kommenden Jahren nach Obwalden kommen.

Bescheiden und wirkungsvoll

Koordinator und eigentlicher Schwerarbeiter im Hintergrund des Grossanlasses war der Leiter der Geschäftsstelle, Beat Hug. Er erinnerte daran, wie alles weit vor 2017 begonnen hatte. «Schon 2013 wurden mehrere Pfeiler für das Gedenkjahr zu Ehren von ­Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss eingeschlagen», sagte er. In der Tat: Die Obwaldner Regierung hatte dieses Ereignis in seiner Langfriststrategie als zentrales Ziel ausgegeben. Auch der Trägerverein als organisatorische Plattform wurde schon 2013 gegründet. Während dreier Jahre legte dann ein Patronatskomitee die Grundsteine für den Erfolg. Auf überdimensionale Veranstaltungen verzichtete der Trägerverein. Stattdessen unterstützte er elf Kernprojekte, die ganz unterschiedliche Denkanstösse geben und Möglichkeiten zu Begegnungen und Dialogen bieten sollten.

Ein wahrer Magnet war das Visionsgedenkspiel mit 11200 Besuchern. Schliesslich war da noch die Fernseh-Direktübertragung des ökumenischen Gottesdienstes mit Kardinal Kurt Koch und dem «reformierten Bischof» Gottfried Locher: 36000 Zuschauer sollen den Gottesdienst am Bildschirm mitverfolgt haben. Beat Hug gab sich denn auch sehr zufrieden, als er sagte: «Niklaus von Flüe ist ein wichtiger Teil der Identität und Kultur des Kantons Obwalden, dazu gilt es Sorge zu tragen, und genau dies ist uns während des Gedenkjahres gelungen.»

Ein grosses Erbe weiterführen

Auch Pfarrer Daniel Durrer – gleichzeitig Präsident der Bruder-Klausen-Stiftung – zog eine positive Bilanz. «Ein Schlüssel für den Erfolg war das Miteinander aller kirchlichen und staatlichen Institutionen», sagte er. Alle hätten am gleichen Strick gezogen.

Nun würde aber nicht einfach ein Kapitel abgeschlossen. Wenn der Trägerverein sich 2018 auf­löse, sei die Bruder-Klausen-Stiftung als Erbin erst recht gefordert. Ihre neue Geschäftsleiterin, Doris Hellmüller, versprach: «Wir werden den Impuls, den Schwung in die Zukunft mitnehmen und uns ganz stark für Bruder Klaus, aber immer auch für seine Frau Dorothee Wyss als Entdeckung des Gedenkjahres einsetzen.» Bei dieser Arbeit kann sie künftig auf prominente Unterstützung im Stiftungsrat zählen: Neu dazu kommen wird beispielsweise der ­Kenner und Bruder-Klaus-Biograf Roland Gröbli.

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