BRÜNIG: Gute Arbeit mit Kranz belohnt

Die neu gestaltete Brünig-Arena ist am Samstag der Öffentlichkeit vorgestellt und eingeweiht worden. Es gab auch Kranzgewinner.

Robert Hess
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Als Dank und Anerkennung: Die Mitglieder des Organisationskomitees, der Baukommission und die Architekten sind mit einem Brünig-Kranz geschmückt. (Bild: Robert Hess)

Als Dank und Anerkennung: Die Mitglieder des Organisationskomitees, der Baukommission und die Architekten sind mit einem Brünig-Kranz geschmückt. (Bild: Robert Hess)

Die Übergabe der begehrten Kränze an die erfolgreichsten Schwinger ist jeweils einer der Höhepunkte des Brünig-Schwingets. Selbstverständlich wägen die 120 Schwinger, die am nächsten Sonntag in der neu gestalteten Naturarena in die Hosen steigen, ihre Chancen auf einen Kranz bereits Wochen vorher ab. Genauso halten es die Fans bei heissen Diskussionen am Stammtisch.

Lohn für grossen Einsatz

Ausnahmsweise sind dieses Jahr bereits eine Woche vor dem Bergfest echte Brünig-Kränze, aber mit einer speziellen Schleife und der Aufschrift «als Dank und Anerkennung» verliehen worden. Die beiden Architekten des Umbauprojektes, Ernst Spichtig, Sachseln, und Peter von Rotz, Kerns, wollten damit die Mitglieder des OK Brünig-Schwinget und der Baukommission für ihren grossen Einsatz und die riesige Arbeit belohnen. So krönten am Samstagnachmittag im Anschluss an die Einweihung (siehe Ausgabe vom Sonntag) zwei Ehrendamen vorerst 14 Männer, worauf OK-Mitglied Dominik Enz ans Mikrofon trat und den Kreis der «Kranzgewinner» mit den Architekten Ernst Spichtig und Peter von Rotz in Anerkennung ihrer Verdienste für die Erarbeitung des Projektes erweiterte.

Die neue Naturarena umfasst 5100 Sitzplätze und rund 1200 Stehplätze. Rechts im Bild die neue Tribüne für 800 Personen, die nach dem Fest jeweils wieder abmontiert wird. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
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Die vier von neun auf zwölf Meter Durchmesser vergrösserten Schwingplätze sind eingezeichnet. Es fehlt noch die grüne Wiese, da der lange Winter und das folgende schlechte Wetter ein rechtzeitiges Ansäen verhinderten. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Einige hundert Personen nahmen auf der Tribüne während der Einweihung Platz. Vorne links der Lungerer Gemeindepräsident Sepp Vogler. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Neben der Schweizer Fahne flattern die Fahnen der Kantone Obwalden, Nidwalden und Bern über dem Schwingplatz. Die Brünig-Arena, die auf Lungerer Boden liegt,  gehört zu zwei  Dritteln dem Ob- und Nidwaldner Schwingerverband und zu einem Drittel der Schwingersektion Hasliberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Nach der Einweihung der Anlagen durften sich die Mitglieder des Organisationskomitees, der Baukommission und die Architekten als Dank und Anerkennung mit einem Brünig-Kranz schmücken lassen. Besonders verdient um den Brünig-Schwinget hat sich der Lungerer Mathias Ming sen. gemacht: Er war viele Jahre OK-Präsident und präsidiert nun die Baukommission für die Neugestaltung der Arena. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Unter den Besuchern waren nicht wenige, die eine Woche vor dem Brünigschwinget vom 28. Juli ihren Sitzplatz erkundeten, wie auf dem Bild der Alpnacher Peter Jöri, der seit rund 15 Jahren Stammgast am Schwinget ist. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Reger Betrieb herrschte am Tag der offenen Tür in der Festwirtschaft, im Freien und im grossen Festzelt. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Nach der Einweihung der Anlagen durften sich die Mitglieder des Organisationskomitees, der Baukommission und die Architekten als Dank und Anerkennung mit einem Brünig-Kranz schmücken lassen. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Eingeweiht wurde die Anlage am Samstag vom Lungerer Pfarreileiter Walter Baumann. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Architekt Ernst Spichtig erzählt die Baugeschichte. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Bild: Robert Hess / Neue OZ
Der Blick auf die Schwingarena vom höchsten Punkt aus; den Stehplätzen. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Die neue Tribüne auf dem Brünig. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Die neue Tribüne für das Brünig-Schwinget. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Die Garderobe ist ebenfalls neu. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Schwinger Peter Imfeld aus Lungern in der neuen Garderobe vom ISV in der neuen Brünig Schwingarena. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Von der Brünigstrasse her ist die neue Schwingarena kaum zu übersehen. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Der Blick von der neuen Tribüne auf die Arena. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Bruno Arnold (links) und Hubert Steinmann besichtigen die Arena und suchen sich schon mal ihre Plätze zum Probe sitzen. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Blick in die neue Schwingarena auf dem Brünig am 16. Juli 2013. Am Samstag, 20. Juli zwischen 11 und 18 Uhr ist Tag der offenen Türe. Um 14 Uhr wird der Festplatz eingeweiht. (Bild: Franz Niederberger)
Blick in die neue Schwingarena auf dem Brünig am 16. Juli 2013. (Bild: Franz Niederberger)
Blick in die neue Schwingarena auf dem Brünig am 16. Juli 2013. (Bild: Franz Niederberger)
Blick in die neue Schwingarena auf dem Brünig am 16. Juli 2013. (Bild: Franz Niederberger)
Blick in die neue Schwingarena auf dem Brünig am 16. Juli 2013. (Bild: Franz Niederberger)
27. Mai 2013: Die Arbeiten an der Brünig-Arena sind im Zeit- und Kostenplan. (Bild: PD/ Werner von Moos)
Betonierung der neuen Arena. (Bild: PD)
Die Arena aus der Vogelperspektive (Bild: PD)
Das Dach der neuen Brünig-Arena. (Bild: PD)
Der Rohbau des Hauptgebäudes. (Bild: PD)
So soll die neue Brünigarena dereinst aussehen. (Bild: PD)
So soll die neue Arena dereinst aussehen. (Bild: PD)
So hat die Arena im Sommer 2012 ausgesehen. (Bild: PD)

Die neue Naturarena umfasst 5100 Sitzplätze und rund 1200 Stehplätze. Rechts im Bild die neue Tribüne für 800 Personen, die nach dem Fest jeweils wieder abmontiert wird. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

«Begegnung und Freundschaft»

Zuvor hatte der Lungerer Pfarreileiter Walter Baumann die neu gestaltete Brünig-Arena unter dem Motto «Begegnung und Freundschaft» eingeweiht. Er gedachte auch der Verstorbenen im Umfeld der Brünig-Schwingets und erwähnte dabei namentlich Benno Studer aus Schüpfheim, den Sieger von 2007, der im Frühling «auf tragische Weise sein Leben lassen musste».

Tribüne macht nicht alle glücklich

Viele Komplimente durften OK-Präsident Walter von Wyl, Ramersberg, und Baukommissionspräsident Mathias Ming senior für die gelungene Neugestaltung der Arena und der Infrastrukturen entgegennehmen. Gegen 2000 Personen waren zum Tag der offenen Tür gekommen. Nicht allen geheuer war die neue steile und rund 20 Meter hohe Tribüne, auf der rund 800 Personen ihren Sitzplatz haben. Sie bietet auch Ersatz für die rund 400 Sitzplätze der drei bisherigen untersten Reihen, die wegen der Vergrösserung der Schwingfläche aufgehoben werden mussten. OK-Präsident Walter von Wyl und Finanzchef Bäni Berchtold haben ein offenes Ohr für solche Sitzplatzinhaber, die Probleme mit der steilen und hohen Tribüne haben und sich einen andern Platz wünschen: «Wir versuchen, für solche Besucher eine Lösung zu finden.»

Gesprochen wurde am Samstag auch übers Geld. «Der vom Ob- und Nidwaldner Schwingerverband und der Schwingersektion Hasliberg genehmigte Baukredit von 1,37 Millionen Franken wird eingehalten», betonte Baukommissionspräsident Mathias Ming. Geregelt sei auch die Finanzierung, versicherte OK-Präsident von Wyl. Dazu gehören unter anderem die bisher gezeichneten Anteilscheine im Wert von rund 270 000 Franken.