BRÜNIG: Sägemehl für Schwinger wird immer rarer

Wenn am Sonntag die Bösen beim Bergkranzfest zusammengreifen, spielt Sägemehl eine zentrale Rolle. Beim dem wichtigen Gut gibt es allerdings Engpässe - es gibt immer weniger Sägereien.

Matthias Piazza
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Das Sägemehl für die Brünigschwingt wird am Vortag vor leeren Zuschauerrängen verteil. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Das Sägemehl für die Brünigschwingt wird am Vortag vor leeren Zuschauerrängen verteil. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

120 Schwinger treten am Sonntag auf dem Brünig zum Kräftemessen an. Für die Schwingplätze in der Brünig-Arena müssen 92 Kubikmeter Sägemehl angeliefert werden. Mit Traktor und Anhänger kommt das wertvolle Gut von der Sägerei Murer in Stansstad.

Die grosse Nachfrage bleibt nicht ohne Folgen. «Wir spüren Engpässe. Das Problem verschärft sich, weil es immer weniger Sägereien gibt», sagt Gusti Imfeld, Chef des Schwingkomitees. «Früher waren die Betriebe froh, wenn wir ihren Sägeabfall abholten. Heute ist ein Preis von 15 Franken pro Kubikmeter üblich.»

Deshalb kommt das Sägemehl vom Brünig nochmals zum Einsatz – am Innerschweizer Nachwuchsschwingen vom 17. August. «Für die untere Sägemehlschicht taugt das Material problemlos noch ein zweites Mal – ergänzt mit frischem obendrauf.» Mehr als einmal einlagern könne man das Holz aber nicht. «Das gewässerte Sägemehl würde mit der Zeit grau und zu stinken beginnen.»