BRÜNIG: Trainingsstätte für Heli-Rettungskräfte geplant

Für Flughelfer und Rettungskräfte soll in Lungern ein Schulungszentrum für Helikopter-Transporte entstehen. Der Safety Campus soll 16 Mio. Franken kosten. Die Initianten wollen im März ein Gesuch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) einreichen.

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So stellen sich die Initianten das Safety Campus vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Initianten das Safety Campus vor. (Bild: PD)

Flughelfer und Rettungskräfte seien bei Helikopter-Transporten grossen Risiken ausgesetzt. In der Schweiz fehle eine professionelle Infrastruktur für ein entsprechendes Training, schreiben die Initianten des Safety Campus Brünig am Mittwoch in einer Mitteilung.

Geplant ist eine unterirdische Anlage in Lungern. So würden sich eine Umzonung, Lärmschutz- und Wetterprobleme bei der Ausbildung erübrigen, heisst es weiter. Zudem könnte die Ausbildungsstätte auch nachts betrieben werden.

So stellen sich die Initianten das Safety Campus vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Initianten das Safety Campus vor. (Bild: PD)

Das geplante Angebot in den Bereichen Arbeitssicherheit, Rettung und Spezialeinheiten richte sich ans Personal von Forstbetrieben, Seilbahnen, Rettungsfirmen wie Rega, aber auch an Bergführer, Polizisten, Feuerwehrleute und Militärangehörige, sagte Projektleiter Edy Halter auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Halter ist Forstlicher Ausbildungsleiter der Kantone Ob- und Nidwalden.

Die Kosten schätzen die Initianten im günstigsten Fall auf 16 Mio. Franken. Sie seien die grösste Herausforderung für das Projekt, sagte Halter. Bereits seien mögliche Partner wie der Versicherer Suva oder die Rega angefragt worden. Verbindliche Zusagen gebe es noch keine.

Der Lungerer Gemeindepräsident Josef Vogler (Mitte) mit dem Kernteam (v. l.): Patrik Berchtold, Robi Odermatt, Oliver Fuchs und Edy Halter. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)

Der Lungerer Gemeindepräsident Josef Vogler (Mitte) mit dem Kernteam (v. l.): Patrik Berchtold, Robi Odermatt, Oliver Fuchs und Edy Halter. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)

Hinter dem Projekt stehen bisher die Gemeinde Lungern sowie der Kanton Obwalden. Die Initianten erhielten für die Planung Beiträge von total 120'000 Franken aus der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP).

Beim für die Flugsicherheit zuständigen BAZL wollte man das Projekt sowie die Bestrebungen der Initianten auf Anfrage nicht kommentieren. Es handle sich erst um eine Vision der Initianten, noch sei kein Gesuch eingegangen. Deshalb könne man das Projekt nicht beurteilten, sagte BAZL-Sprecherin Mireille Fleury auf Anfrage.

sda

In einem unterirdischen Raum in Lungern sollen Heli-Unternehmen ihre Mitarbeiter schulen können. (Bild: PD)

In einem unterirdischen Raum in Lungern sollen Heli-Unternehmen ihre Mitarbeiter schulen können. (Bild: PD)