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Brunni-Bahnen akzeptieren neu das GA

Reisende mit SBB-Generalabonnement können neu die Luftseilbahn der Brunni-Bahnen ohne zusätzliche Kosten nutzen. Dadurch erhofft sich das Unternehmen mehr Schweizer Gäste.
Zéline Odermatt
246'000 Gäste besuchten im vergangenen Geschäftsjahr das Brunni-Gebiet. (Bild: Corinne Glanzmann, Engelberg, 26. Juni 2018)

246'000 Gäste besuchten im vergangenen Geschäftsjahr das Brunni-Gebiet. (Bild: Corinne Glanzmann, Engelberg, 26. Juni 2018)

Die Brunni-Bahnen verkündeten an ihrer Generalversammlung am Dienstag in Engelberg, dass sie neu das Generalabonnement (GA) der Schweizerischen Bundesbahnen vollumfänglich akzeptieren. «Damit möchten wir noch mehr mit der Zentralbahn anreisende Schweizer Gäste zu uns auf den Berg holen», erzählt Geschäftsführer Thomas Küng an der GV. Dies umfasse auch die Akzeptanz der Tageskarten der SBB und der Gemeindetageskarten. Das GA ist bereits ab dem 16. November zu 100 Prozent gültig; bisher zahlten GA-Inhaber den halben Preis für ein Luftseilbahnticket von Engelberg nach Ristis. Weiterhin für alle kostenpflichtig bleiben der Sessellift Ristis-Brunnihütte und die Skilifte, da diese nicht in den öffentlichen Verkehr eingebunden sind und als Wintersportanlagen gelten.

Seit Anfang 2018 akzeptieren die Brunni-Bahnen bereits den Swiss Travel Pass, ein Mehrtagesabonnement für ausländische Touristen. Daran wolle man festhalten. Der Swiss Travel Pass und weitere Differenzen hatten zu Spannungen mit den Nachbarn geführt, den Titlis-Bahnen. Ein Zusammenarbeitsvertrag wurde deshalb im Frühling 2019 gekündigt. Die Titlis-Bahnen vertraten die Ansicht, dass sich die Angebots- und Preisphilosophie der Unternehmen nicht deckten.

Regelung mit Titlis-Bahnen abgesprochen

Die beiden Verwaltungsräte der Wintersportbahnen konnten sich im August jedoch auf einen neuen Vertrag einigen. So war dieses Treffen auch gleich zu Beginn der GV das Thema eines vorgetragenen Gedichts eines Aktionärs mit dem Titel: «Redet mitenand». «Wir haben seit der Aussprache ein gutes Verhältnis und schauen der Zusammenarbeit wieder positiv entgegen», sagt Albert Infanger, Verwaltungsratspräsident der Brunni-Bahnen, am frühen Dienstagabend vor 315 Aktionären.

Wer eine Tages-, Mehrtages-, Saison- oder Jahreskarte für die Destination Engelberg kauft, kann weiterhin die Anlagen am Titlis und im Brunni benutzen. «Alles andere wäre absolut unmöglich gewesen. Ohne Einigung wären wir zurück in die Steinzeit des Tourismus», sagt Infanger in seiner Ansprache im Hotel Terrace. Die Bahnen hatten sich im neuen Vertrag darauf geeinigt, dass Einzelfahrten nicht Teil der Zusammenarbeit sind. Und auch die Akzeptanz des GA sei kein Problem für die erneuerte Beziehung. «Die Einführung des GA wurde den Titlis-Bahnen mitgeteilt», sagte VR-Präsident Infanger vor der GV gegenüber unserer Zeitung.

Gemeinsame Werbung: Tickets für beide Bergbahnen sind am Engelberger Bahnhof erhältlich. (Bild: zfo)

Gemeinsame Werbung: Tickets für beide Bergbahnen sind am Engelberger Bahnhof erhältlich. (Bild: zfo)

Rekordjahr für die Brunni-Bahnen

Die Verantwortlichen der Brunni-Bahnen zeigten sich an der Generalversammlung erfreut über die Zahlen zum Geschäftsjahr 2018/19. «Wir können ihnen den besten Abschluss der Unternehmensgeschichte präsentieren», so Infanger. Der Umsatz stieg um über 13 Prozent auf 7,68 Millionen Franken. Die Jahresrechnung und der Jahresbericht wurden an der GV einstimmig genehmigt.

Insgesamt besuchten von Mai 2018 bis April 2019 246000 Gäste das Brunni-Gebiet. Auch das sei ein neuer Rekord. Die Gäste kamen wegen der verkürzten Wintersaison vermehrt im Sommer aufs Brunni. Der Verkehrsumsatz konnte um 25 Prozent gesteigert werden und war im Sommer erstmals höher als im Winter. Infanger: «Es zahlt sich aus, dass wir auf die erholungswilligen Gäste zählen, die gerne im Sommer in die Berge gehen.»

Zudem wurden im letzten Jahr grosse Investitionen getätigt, wie der Umbau des Bergrestaurants Ristis für rund 3,2 Millionen Franken. «Das CO2-neutrale Bergrestaurant ist auch ein Solar-Kraftwerk und kann seinen eigenen Strombedarf nicht nur abdecken – es trägt auch einen Beitrag zur Versorgung des gesamten Bergbahnunternehmens mit erneuerbarer Energie bei», teilten die Brunni-Bahnen mit. Durch eine Kombination aus Wärmerückgewinnung und Solarthermie habe man diesen Sommer zudem keine externe Energie für die Warmwasseraufbereitung im Hotel- und Restaurantbetrieb aufwenden müssen.

Das umgebaute Bergrestaurant Ristis. (Bild: PD)

Das umgebaute Bergrestaurant Ristis. (Bild: PD)

Die laufende Sommersaison steht nun kurz vor ihrem Abschluss. Man habe das letztjährige Rekordjahr nicht übertreffen können. Aber: «Es ist die zweitbeste Sommersaison, wir werden rund 8 Prozent über dem Fünfjahresschnitt liegen», so Thomas Küng.

Ausblickend sagte der Brunni-Bahnen-Geschäftsführer, dass man die Beschneiungsanlage bei der Brunnihütte weiter optimieren möchte, damit man die Schlittelpiste weiter vergrössern könne und für die kommenden Jahre vorbereitet sei. «Ziel ist es nicht, mehr Schnee zu haben, sondern schneller an den richtigen Orten Schnee produzieren zu können.»

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