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Am Brunni purzeln die Rekorde

Die Brunni-Bahnen in Engelberg konnten ihre Vorjahresrekorde erneut übertreffen. Der Umsatz stieg um über 13 Prozent auf 7,68 Millionen Franken.
Philipp Unterschütz
Die Brunni-Bahnen waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder rekordmässig unterwegs. (Bild: Corinne Glanzmann, 26. Juni 2018)

Die Brunni-Bahnen waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder rekordmässig unterwegs. (Bild: Corinne Glanzmann, 26. Juni 2018)

Die Sommersaison 2018 übertraf dank des ausserordentlichen Sommerwetters die Erwartungen: Die Gästezahl stieg um über 22 Prozent gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres. Der Verkehrsumsatz konnte sogar um über 25 Prozent gesteigert werden und war im Sommer erstmals höher als im Winter. Diese Zahlen teilte gestern die Brunni-Bahnen Engelberg AG zum Geschäftsjahr 2018/19 mit.

Das Ergebnis ist umso erfreulicher, als der Start in die Wintersaison harzig verlaufen sei. «Im Dezember lag zu wenig Schnee, um Wintersportaktivitäten anzubieten und gleichzeitig zu viel, um die Sommerangebote offen zu halten», schreiben die Brunni-Bahnen. Zudem wurde wegen des Umbaus des Bergrestaurants Ristis der Betrieb bereits Mitte März 2019 eingestellt. Trotz der verkürzten Wintersaison resultierte dennoch die drittbeste Wintersaison des Unternehmens und der Verkehrsumsatz konnte im Winter gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent gesteigert werden. Im Januar und Februar resultierten gar neue Umsatzrekorde.

«Es ist wichtig, dass wir ganzjährig eine gute Auslastung erzielen, wir brauchen beide Saisons für ein erfolgreiches Geschäftsjahr», erklärt Geschäftsführer Thomas Küng auf Anfrage. «Es ist aber schon so, dass wir die Abhängigkeit vom Skisport reduzieren konnten.» Umso wichtiger sei deshalb das breite Angebot, das man sowohl im Winter wie im Sommer anbieten könne.

Gewinn trotz hoher Abschreibungen

Insgesamt besuchten im vergangenen Geschäftsjahr, das vom 1. Mai 2018 bis 30. April 2019 dauerte, rund eine Viertelmillion Gäste das Brunni und die Klostermatte in Engelberg – auch das ein neuer Rekord. Der Gesamtumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 13,2 Prozent auf ein neues Allzeithoch von 7,68 Millionen Franken. Auch das Ebitda (der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) konnte um 26 Prozent auf über 2 Millionen gesteigert werden.

Aufgrund des sehr guten Ergebnisses wurden 600'000 Franken zusätzliche Abschreibungen auf den Sachanlagen vorgenommen. Insgesamt beliefen sich die Abschreibungen auf 1,9 Millionen. Es resultierte letztlich ein Gewinn von 112'080 Franken. Der Eigenfinanzierungsgrad der Brunni-Bahnen Engelberg AG liegt unverändert bei 67 Prozent, was ein für Branchenverhältnisse überdurchschnittlich hoher Wert sei.

Die Brunni-Bahnen hatten im Geschäftsjahr 2018/19 mit dem Umbau des Berglodge-Restaurants Ristis begonnen. Der komplette Umbau des Restaurants konnte in nur 10 Wochen vorgenommen werden. Die Investition von rund 3,2 Millionen brachten nicht nur eine Effizienzsteigerung und Optimierungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht, sondern auch eine neue Energieversorgung.

Das Bergrestaurant ist neu auch ein Solar-Kraftwerk, das nicht nur seinen eigenen Strombedarf abdeckt, sondern auch einen namhaften Beitrag zur Versorgung des gesamten Bergbahnunternehmens mit erneuerbarer Energie leistet. «Die Unternehmung unterstreicht mit der Investition in klimaneutrale Technik ihr Engagement als Klimapionier und einziges klimaneutrales Bergbahnunternehmen der Schweiz», heisst es in der Medienmitteilung der Brunni-Bahnen.

Auch ohne Fusion im Alleingang erfolgreich

An der Generalversammlung vom 29. Oktober in Engelberg wird der Verwaltungsrat die Rückzahlung einer Kapitaleinlagenreserve in bar in der Höhe von 10 Prozent des Nominalwertes der Aktie beantragen. Bei einer Annahme dieses Antrags zahlt die Brunni-Bahnen Engelberg AG rund 150'000 Franken aus, das heisst auf jede der 6000 Aktien gibt es eine Art steuerfreie Dividende von 25 Franken.

Zum laufenden Geschäftsjahr kann Thomas Küng noch nicht viel sagen. «Die ersten beiden Monate sind eher durchschnittlich angelaufen, wir sind jedoch zufrieden.» Angesprochen auf die gescheiterte Fusion mit den Titlis-Bahnen meint Küng, dass die guten Zahlen erneut unterstreichen würden, dass die Brunni-Bahnen auch im Alleingang erfolgreich seien. «Und sie bestätigen auch unseren Businessplan, welcher unseren Preisvorstellungen bei der gescheiterten Fusion zugrunde gelegen hatte.»

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