Rekordsommer und grosse Umbaupläne bei den Brunni-Bahnen in Engelberg

140'000 Ersteintritte verzeichnete die Brunni-Bahnen von Mai bis Oktober. So viele wie noch nie. Es ist die fünfte Sommersaison hintereinander mit Rekordumsätzen. Mit einem umfassenden Umbau des Bergrestaurants Ristis wird in die Zukunft investiert.

Martin Uebelhart
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So soll das Bergrestaurant Ristis nach dem Umbau aussehen.Visualisierung (Bild: : PD)

So soll das Bergrestaurant Ristis nach dem Umbau aussehen.Visualisierung (Bild: : PD)

Schon für die Saison 2017/2018, die im April zu Ende ging, konnte die Brunni-Bahnen Engelberg AG mit Rekordzahlen auftrumpfen. Die Generalversammlung des Unternehmens konnte am Dienstag von einem Gesamtumsatz von 6,8 Millionen Franken Kenntnis nehmen. 5,5 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2015.

Der Sommer 2018 brach erneut Rekorde. Von bis Ende Oktober seien mit 140'000 Ersteintritten so viele Gäste aufs Brunni gekommen wie noch nie, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. In dieser ersten Hälfte des Geschäftsjahres erwirtschafteten die Brunni-Bahnen einen Umsatz von rund 4 Millionen Franken. «Wir konnten stark zulegen», sagt Brunni-Geschäftsführer Thomas Küng im Gespräch mit unserer Zeitung. «Der Umsatz liegt fast 30 Prozent über dem bisherigen Rekord und um rund 45 Prozent über dem Fünfjahres-Schnitt», hält er fest. Es sei zudem die fünfte Sommersaison in Folge, in der neue Rekordumsätze erzielt worden seien. «Natürlich müssen wir beachten, dass wir dieses Jahr einen Ausnahmesommer hatten. So viele Tage mit gutem Bergwetter gab es noch nie», sagt der Geschäftsführer. «Als beliebtes Tagesausflugsziel haben wir von der Nähe zu den Siedlungsräumen profitiert.» Tagesausflügler würden sich in der Regel spontan entscheiden, wo sie hingehen.

Küng hatte an der Generalversammlung aufgezeigt, dass das Sommergeschäft wachse und immer wichtiger werde, während die Winter-Umsätze in den vergangenen Jahren mehr oder weniger stabil geblieben seien.

Einen grossen Brocken nimmt das Bahnunternehmen im kommenden Frühling in Angriff. Für drei Millionen Franken wird das Bergrestaurant Ristis umgebaut. «Das Restaurant stammt in seinen Grundzügen aus dem Jahr 1960», hält Küng fest. Über die Jahre sei da und dort immer wieder etwas angebaut worden. «Der letzte Ausbauschritt, der Wintergarten, liegt auch schon wieder rund 20 Jahre zurück», weiss Küng. Insbesondere die Küche entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das Restaurant soll weiterhin bedient sein.

Das heutige Bergrestaurant auf dem Ristis (Bild: PD)

Das heutige Bergrestaurant auf dem Ristis (Bild: PD)

Gleichzeitig wird die Selbstbedienung vergrössert und attraktiver gestaltet. «Die Selbstbedienung brauchen wir insbesondere bei grossem Ansturm, den das Servierpersonal allein nicht bewältigen könnte», sagt Küng. Der Eingang wird auf die Seite der Luftseilbahn verlegt. Der Kiosk wird zu einem kleinen Shop vergrössert. Mit Anpassungen bei der Raumaufteilung wolle man eine bessere Sicht auf eine Leinwand ermöglichen. «Gerade bei Hochzeiten oder Vereinsanlässen ist die freie Sicht ein Bedürfnis.» Ab Mitte des kommenden Jahres kann das Ristis Anlässe von bis zu 150 Personen bewältigen.

Grösstes Sonnenkraftwerk in Engelberg

Das Dach wird bei der Sanierung mit Solarziegeln gedeckt. «Wir werden das grösste Solarkraftwerk in Engelberg haben», hält Küng fest. Das Bergrestaurant werde dabei mit 130'000 Kilowattstunden mehr Energie produzieren, als es pro Jahr für den Betrieb brauche. Auf das ganze Unternehmen gerechnet, liefert die Solaranlage rund 15 Prozent des jährlichen Strombedarfs. Die Ölheizung weicht einer Heizung mit Holzpellets.

Für den Umbau wird das Restaurant von Mitte März bis an Pfingsten geschlossen sein. «Wir werden ein Provisorium haben, doch wird das Angebot etwas schmaler sein», sagt Küng. Investiert haben die Brunni-Bahnen auch in eine Optimierung der Beschneiungsanlage auf dem Brunni und in die Verbreiterung der Piste in der Nähe der Talstation des Sessellifts.