BRUNNI: Die Bombe kommt per Bähnli

Diese Seilbahn auf dem Brunni ist nicht für den Transport von Personen. Von hier aus werden vielmehr Sprengladungen gezündet, um Skipisten zu sichern.

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Zur «Sprengbahn» gehört der weisse Pfosten, das Rad und das darüber geführte Seil. (Bild Corinne Glanzmann / Neue NZ) FOTO Corinne Glanzmann (Neue NZ)

Zur «Sprengbahn» gehört der weisse Pfosten, das Rad und das darüber geführte Seil. (Bild Corinne Glanzmann / Neue NZ) FOTO Corinne Glanzmann (Neue NZ)

«Das System muss man sich vorstellen wie eine Spielzeugseilbahn», erklärt Modeste Jossen, Geschäftsleiter der Engelberg-Brunni AG. Die Rede ist von einer Lawinensprengbahn. Die Sprengladung wird mit einer Schnur an der Seilbahn befestigt. Unter dem Seil der Bahn hängend wird diese dann punktgenau an den Ort befördert, wo sie nach Abbrennen der Zündschnur, über der Schneedecke hängend, detoniert. Die Druckwelle wirkt auf die Oberflächenspannung der Schneedecke ein und löst damit die Lawine aus.

Bis jetzt waren zwei von Hand angekurbelte Lawinensprengbahnen im Bereich Brunnistöckli und Schonegg im Einsatz. Nun soll das Brunni-Gebiet um drei weitere ergänzt und noch in dieser Saison in Betrieb genommen werden. Kostenpunkt: rund 10 000 Franken. Damit sollen die Schlittelpiste unter dem Härzlisee und die Skipisten Schonegg und Brunni vor möglichen Lawinenniedergängen geschützt werden.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag».