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Buchhalter als «Opfer von Betrügern»

Der Ex-Buchhalter der Titlisbahnen sei bei den Anlagezahlungen von 10 Millionen Franken nach Asien Opfer von professionellen Betrügern geworden. Er habe das Geld nicht für sich sondern zugunsten der Bahnen anlegen wollen, sagte der Verteidiger am Donnerstag vor dem Obwaldner Kantonsgericht.
Die Titlis-Rotair-Gondel. (Bild: PD)

Die Titlis-Rotair-Gondel. (Bild: PD)

Verteidiger Urs Rudolf wollte verhindern, dass der ehemalige Buchhalter der Titlisbahnen ins Gefängnis wandern muss. Er beantragte vor dem Kantonsgericht für seinen Mandanten eine bedingte 16-monatige Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von 2 Jahren.

Der Verteidiger räumte Fehler seines Mandaten ein. Deswegen sei er wegen ungetreuer Geschäftsführung und mehrfacher Urkundenfälschung schuldig-, vom Vorwurf der Veruntreuung aber freizusprechen.

Verschulden des Buchalters sei gering

Das Verschulden des Buchhalters selbst stufte der Verteidiger als gering ein. Die Deliktssumme sei zwar hoch, aber der Buchhalter habe sie nicht für sich sondern für die Firma angelegt, damit die Bahn in Zukunft in wichtige Projekte investieren könne. Dabei sei er Opfer von skrupellosen Betrügern geworden. Er habe beim langfristigen Investment an die hohen Renditen geglaubt.

Die laschen und bisweilen nicht existenten Finanzkontrollen bei den Titlisbahnen damals hätten die unerwünschten Transaktionen und das Fehlverhalten begünstigt, sagte Verteidiger Urs Rudolf in seinem Plädoyer. Sein Mandant habe wenig unternehmen müssen, um seine Taten zu verschleiern.

Finanzchef habe Sorgfaltspflicht verletzt

Mitarbeiter der Obwaldner Kantonalbank hätten die Titlisbahnen auf suspekte Zahlungen aufmerksam gemacht, wie der Verteidiger ausführte. Rudolf sagte, der Finanzchef der Bahn habe seine Sorgfaltspflicht verletzt, als er die Buchhaltung nicht genauer kontrollierte. Zwei Jahre lang habe sein Mandant praktisch unkontrolliert walten können.

Der Angeklagte entschuldigte sich zum Schluss unter Tränen und mit belegter Stimme bei allen, die von der Angelegenheit betroffen seien: «Es tut mir wirklich sehr leid.» Er wünschte, er könne das Rad der Zeit zurückdrehen, sagte der Beschuldigte. Er appellierte vor den drei Richtern nicht ins Gefängnis zu müssen, um weiterhin für seine Familie sorgen zu können.

Das Urteil verkünden die Obwaldner Kantonsrichter am Freitag um 11 Uhr mündlich.

sda/zim

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