BUDGET: Alpnach erhöht die Steuern

Die Gemeinde Alpnach kann sich den zweittiefsten Steuersatz im Kanton Obwalden nicht mehr leisten und erhöht die Steuern per 2015 massiv.

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Korporationspräsident Walter Hug (links) im Gespräch mit
dem neuen Gemeindepräsidenten Heinz Krummenacher. im Vorfeld einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Steuererhöhung. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Korporationspräsident Walter Hug (links) im Gespräch mit dem neuen Gemeindepräsidenten Heinz Krummenacher. im Vorfeld einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Steuererhöhung. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

In der Gemeinde Alpnach werden die Steuern per 1. Januar 2015 von 4,3 auf 4,85 Einheiten erhöht. Rund 56,4 Prozent der Stimmbevölkerung legte am Sonntag ein Ja in die Urne. Die Stimmbeteiligung lag bei 54 Prozent.

Die Rechnung des neuen Finanzchefs Marcel Moser ist klar: «Wir bewegen uns vom zweittiefsten zum fünfttiefsten oder dritthöchsten Steuerfuss in Obwalden. Alpnach hatte die Steuern 2009 von 4,55 auf 4,3 Einheiten gesenkt. Zwischen 2008 und 2013 schrieb die Gemeinde mit Ausnahme von 2010 Defizite zwischen 600'000 Franken und 2,8 Millionen Franken.

Die durch die Steuerentlastungen erhoffte Zuwanderung von steuerkräftigen natürlichen und juristischen Personen sei nicht im gewünschten und nötigen Ausmass eingetreten, schreibt der Gemeinderat. Die stetig anwachsenden Kosten und die gleichzeitigen Einnahmeausfälle hätten nicht kompensiert werden können.

Als Gründe für die Erhöhung führte Finanzchef Moser an: «Weitere Sparmassnahmen sind nicht möglich oder nicht verantwortbar. Die bisher umgesetzten Sparmassnahmen führen bereits zu Unzulänglichkeiten im Unterhalt und in der Verwaltung. Ferner stehen massive zusätzliche Aufwendungen im Wasserbau an, und die Steuerkraft der Alpnacher Bevölkerung ist weiter gesunken».

sda/rem/kst