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Büezer muss teuer bezahlen

Ein einfacher Handwerker hat ein Buch über seine Erfahrungen mit der Obwaldner Justiz geschrieben. Entstanden ist ein brisantes und beängstigendes Werk.
Hat den Ärger dokumentiert und niedergeschrieben: Hanspeter Durrer vor seinem Haus in Wilen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Hat den Ärger dokumentiert und niedergeschrieben: Hanspeter Durrer vor seinem Haus in Wilen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Der Sarner Landschaftsgärtner Hampi Durrer ist unverschuldet in einen Justizfall verwickelt worden. Nach knapp zehn Jahren endete der Fall mit einem Urteil des Bundesgerichts. Dieses gab dem Obwaldner Handwerker Recht. Dennoch muss Hampi Durrer Kosten von rund 60'000 Franken selber berappen. Ganz zu schweigen von den unzähligen zermürbenden Stunden, Tagen, Jahren, in denen er zunächst vergeblich um etwas gekämpft hat, das einem einfachen Bürger eigentlich zustehen sollte: einen fairen Gerichtsprozess. Sein Ärger ist gross.

Pikant: Hampi Durrer wurde nicht etwa das Opfer einer unglücklichen Verkettung von Justizfehlern. Vielmehr lässt die detaillierte Aufzeichnung erahnen, dass ein von Seilschaften geprägter Justizapparat den Fall willentlich und systematisch in eine Richtung gelenkt hat, die es Hampi Durrer praktisch verunmöglichte, zu seinem Recht zu kommen.

red

HINWEIS
Das Buch ist zudem ab sofort im Internet unter www.sein-wille-geschehe.ch zu lesen.

Obwaldner Gericht rechtfertigt sich

Wie ist es möglich, dass man einen Prozess vor Bundesgericht gewinnt und dennoch 60 000 Franken aus der eigenen Tasche bezahlen muss? «Das Bundesgericht hat nur in der Sache selbst entschieden und lediglich seine eigenen Kosten festgelegt», erklärt Hampi Durrer. Die Kostenverteilung der ersten und zweiten Instanz habe anschliessend – zu Durrers Leidwesen – das Obwaldner Obergericht vorgenommen. Dort gab man sich aber noch immer überzeugt, korrekt gehandelt zu haben. So schrieb das Obergericht: «Das Urteil des Obergerichtes wurde vom Bundesgericht nicht als Fehlurteil qualifiziert, vielmehr vertrat das Bundesgericht einfach eine andere Auffassung.»

ve

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