Bund investiert drei Millionen Franken in Flugplatz Alpnach

Das Empfangsgebäude und die Zufahrt beim Flugplatz Alpnach werden erneuert. Die Arbeiten starten bereits im Sommer.

Christian Glaus
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Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) will beim Flugplatz Alpnach ein Bauprojekt realisieren. Konkret geht es um den Neubau des Logen- und Empfangsgebäudes sowie um die Erstellung einer neuen Zufahrt. Dies ist der neusten Ausgabe des Bundesblatts zu entnehmen. Das Vorhaben wurde demnach am 13. Februar genehmigt, nun läuft die 30-tägige Beschwerdefrist. Während des Anhörungsverfahrens seien bei der Genehmigungsbehörde «weder Einsprachen noch schriftliche Anregungen von der Bevölkerung» eingegangen, wie es in der militärischen Plangenehmigung heisst.

Auf Nachfrage unserer Zeitung konkretisiert die Armasuisse das Bauvorhaben. Die Loge, welche als Zugangskontrolle zum Flugplatzareal diene, genüge den personellen, technischen und materiellen Bedürfnissen nicht mehr, teilt eine Sprecherin mit. Deshalb soll dieses Gebäude abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der Neubau kommt im Bereich des Arealzugangs zu stehen. Es handelt sich um ein zweistöckiges Gebäude. «Im Erdgeschoss soll neben dem eigentlichen Wachtlokal ein Sicherheits- und Sanitätsraum entstehen», erklärt die Sprecherin. Die Zutrittskontrolle erfolge über ein Schleusensystem.

Alte Loge wird 2022 abgerissen

Im zweiten Stock sind geschlechtergetrennte Garderoben und Toiletten für das Personal, ein Aufenthalts- und Mehrzweckraum sowie Duschen vorgesehen. Zudem sieht das Projekt vor, dass die Arealzufahrt angepasst wird. Nähere Angaben dazu macht die Sprecherin nicht. Die alte Loge soll ihren Angaben zufolge bis zur Inbetriebnahme des neuen Gebäudes bestehen bleiben.

Die Armasuisse beziffert die Kosten für das Projekt auf rund drei Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen bereits in diesem Sommer starten und werden rund zwei Jahre dauern. Der Abschluss ist «im Verlauf des Jahres 2022» geplant. Das Projekt habe keinen Einfluss auf den Flugbetrieb oder die Nutzung des Flugplatzes.

Der Bund hat in seine militärischen Bauten in Alpnach in den letzten Jahren viel Geld investiert. So erstellte er eine neue Truppenunterkunft für 14,2 Millionen Franken, die im August 2015 in Betrieb genommen wurde. Daneben flossen 16,25 Millionen Franken in die Sanierung und den Neubau von Flugzeughallen. Im Jahr 2010 wurde das Bürogebäude mit Verpflegungszentrum für 9,7 Millionen Franken in Betrieb genommen. 2004 investierte das VBS 7,5 Millionen Franken in die Erweiterung und Verbesserung der Infrastrukturen für die Helikopterflotte.

Der Militärflugplatz Alpnach ist das Kompetenzzentrum Helikopter der Schweizer Armee im Bereich Lufttransport. Ergänzt werden die Leistungen durch das Helikopter Center der Ruag Aviation. Im Wechsel mit den Militärflugplätzen Dübendorf und Payerne finden ab Alpnach regelmässig Such- und Rettungsflüge statt.