Bund plant Asylzentrum in Alpnach

Der Bund beabsichtigt, das Truppenlager Kleine Schliere als Bundeszentrum für Asylsuchende zu nutzen. Ab Juni 2013 finden bis zu 100 Asylbewerber Platz. Betrieben wird es maximal drei Jahre.

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Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Im Rahmen des Auftrages des Bundesrates an das VBS, mögliche Armeeunterkünfte zur befristeten Umnutzung als Asylunterkunft des Bundes zu nutzen, wurde auch das Truppenlager Kleine Schliere in Alpnach überprüft. Das VBS hat diese Unterkunft als geeignet eingestuft und entschieden, das Truppenlager Kleine Schliere ab Juni 2013 für die Dauer von maximal drei Jahren als Asylunterkunft des Bundes zu nutzen. Das schreibt die Gemeinde Alpnach in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Platz für bis zu 100 Asylsuchenden

Zum heutigen Zeitpunkt ist geplant, gleichzeitig höchstens 100 Asylsuchende unterzubringen. Nach dem Entscheid des Bundesparlaments Ende September 2012 ist eine Umnutzung militärischer Unterkünfte für die genannte Zeitdauer ohne kantonale oder kommunale Bewilligung durchsetzbar. Eine Zustimmung der betroffenen Gemeinde braucht es somit nicht.

Mit der Kenntnisnahme dieses Entscheides hat der Gemeinderat Alpnach die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben. Gemäss Mitteilung befürchtet der Gemeinderat jedoch, dass auf Grund der Ende September 2012 in Kraft getretenen Gesetzesgrundlage keine Möglichkeit gegeben ist, dagegen zu opponieren.

Der Gemeinderat werde sich im Rahmen der Stellungnahme jedoch für optimale Rahmenbedingungen einsetzen und vom Bund ein den Gegebenheiten entsprechendes Sicherheits- und Betreuungskonzept für das Bundesasylzentrum verlangen. Der weiteren würden auch die konkreten Anliegen zu klären sein.

pd/zim