Chinder-Open-Air lässt Langeweile vergessen

Das Wetter hielt, die Stimmung am zweiten Obwaldner Chinder-Open-Air in Sarnen war super. Mehr als 800 Besucher strömten herbei.

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Beim Auftritt der Familie Sponti hielt es die Kinder vor der Bühne nicht mehr auf ihren Sitzplätzen. (Bild: Roger Zbinden)

Beim Auftritt der Familie Sponti hielt es die Kinder vor der Bühne nicht mehr auf ihren Sitzplätzen. (Bild: Roger Zbinden)

«Perfekter gehts nimmer», freut sich Sandra Bucher-Krummenacher, Präsidentin des Obwaldner Chinder-Open-Air. «Zwei Tage haben wir bei Regen aufgestellt, das Wetter heute ist ein Geschenk.» Sogar mehr als beim ersten Chinder-Open-Air sind gekommen. «Es sind engagierte Familien, die gern was unternehmen», so die OK-Präsidentin. «Sie kommen aus Ob- und Nidwalden und aus Luzern.»

Und sogar aus Küssnacht, wie Familie Lussi. «Wir haben von der Veranstaltung am Freitag in der Zeitung gelesen und spontan entschieden, zu kommen», erzählt Franziska Lussi, die mit Tochter Laura und Mann Theo auf dem Landenberg ist. Hat sich der Weg gelohnt? «Es ist mega sensationell», lobt sie: «Laura ist happy, ihr gefällt vor allem das Schminken und Nageln.»

Malen, bauen, basteln

Unter Langeweile hat beim Chinder-Open-Air niemand zu leiden: Die Kleineren lassen sich fantasievolle Glitzerschmetterlinge ins Gesicht malen, einen Stand weiter werden aus einfachen Kartons Häuser oder Burgen, und nebenan können Handwerker ausprobieren, was sich mit Holz alles bauen lässt. Pfadi und Blauring Sarnen helfen tatkräftig beim Rahmenprogramm.

Vielseitig auch die Bühnenauftritte. Richtig cool kommt die Breakdance-Crew No Half Stepping rüber. Sie treten heute zu fünft auf, unter den vier Sarnern tanzt ein Bub mit, der 10-jährige Festim Dzelili. Die Truppe erntet für Figuren wie die «Windmühle», den «Head Spin» oder die «Turtle» kräftigen Applaus. «Sonst brauchen die Leute oft zwei Minuten, bis sie klatschen, hier ist eine gute Atmosphäre und eine herzliche und spontane Stimmung», freut sich Lars Prinz, der im richtigen Leben Turnlehrer an der Oberstufe in Sarnen ist.

Vor ihnen heizen KarTON ihrem Publikum ein. Ein Warm-up könnte kaum begeisternder ablaufen als mit dem aktuellen Programm «alti Schachtlä.» Die Kinderpopband trifft den Nerv ihrer jungen Zuhörer. Auch das Luzerner Trio Familie Sponti bringt die Kinder vor der Bühne zum Hüpfen und Mitklatschen.

Schmezer: König und Boss

«Eine Hammer-Atmosphäre ist das hier», findet Ueli Schmezer bereits vor seinem Auftritt. Der dreifache Vater kann es gut mit dem jungen Publikum: Er lässt die Kinder einfach vor sich und Begleiter Mats Küpfer auf dem Bühnenrand sitzen. Der routinierte Musiker begeistert mit dem Programm seiner neuen dritten CD «Chinderland». Was mehr Spass macht, die Musik oder seine Arbeit in der Fernsehredaktion, will der bekannte «Kassensturz»-Moderator nicht sagen. Er singt von seiner Insel, die ihm allein gehört, wo nur er König und Boss ist, und erklärt per Song, was eine echte «Gwundernase» ist. Erst nach zwei Zugaben lässt ihn das Publikum gehen. Wie hat Lea Sponti alias Lea Bissig so treffend am Ende ihres Auftritts gerufen: «S isch so schön da, wett gar net hei ga.» Sie hat wohl allen aus dem Herzen gesprochen.

Marion Wannemacher

Bild: Roger Zbinden
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Lea Sponti. (Bild: Roger Zbinden)
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Die Breakdance-Crew No Half Stepping (Bild: Roger Zbinden)
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Die Breakdance-Crew No Half Stepping. (Bild: Roger Zbinden)
Ueli Schmezer (rechts) und Begleiter Mats Küpfer. (Bild: Roger Zbinden)
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