Corona

Kanton Obwalden nimmt Impfzentrum in Sarnen in Betrieb

Nachdem mobile Impfequipen fast alle Heime und Pflegeeinrichtungen im Kanton besucht haben, wird nun das Impfzentrum in Sarnen eröffnet – bei der Truppenunterkunft Freiteil. Vorerst stehen die Impfungen für Personen über 75 Jahre mit Vorerkrankungen bereit.

Drucken
Teilen
Jürg Rothenberger, Thomas Krech und Helmut Coulin von der Firma Misanto (von links) vor dem Eingang der Truppenunterkunft Freiteil, wo ab dem 14. Januar geimpft wird.

Jürg Rothenberger, Thomas Krech und Helmut Coulin von der Firma Misanto (von links) vor dem Eingang der Truppenunterkunft Freiteil, wo ab dem 14. Januar geimpft wird.

Bild: Martin Uebelhart (Sarnen, 11. Januar 2021)

Seit dem 4. Januar werden Personen in Altersheimen und Pflegeeinrichtungen im Kanton Obwalden gegen das Coronavirus geimpft. Mobile Impfequipen haben mittlerweile fast alle Heime und Pflegeeinrichtungen besucht, schreibt der Kanton am Montag in einer Mitteilung. Auch ein grosser Teil des Gesundheitsfachpersonals mit Patientenkontakt, die Personengruppe mit zweiter Priorität, konnte auf Wunsch schon geimpft werden, heisst es weiter. Die Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser sagt: «Es ist nicht selbstverständlich, dass gut zwei Wochen nach Zulassung des Impfstoffes schon alle Pflegeheime im Kanton mit Impfungen versorgt werden konnten.»

Diese Woche eröffnet der Kanton Obwalden ein Impfzentrum bei der Truppenunterkunft Freiteil in Sarnen. Im kantonalen Impfzentrum können sich vorerst Hochrisikopersonen impfen lassen, sofern sie über 75 Jahre alt sind und an Vorerkrankungen leiden, schreibt der Kanton. Wegen der kleinen Impfkontingente wird das Zentrum zurzeit nur während einzelner Tage betrieben. Vorbehalten bleibe die Verfügbarkeit von genügend Impfstoff. Weitere Personen- und Altersgruppen werden in den nächsten Wochen und Monaten schrittweise ebenfalls zugelassen, heisst es in der Mitteilung weiter. Das kantonale Impfzentrum wird, wie bereits das kantonale Testzentrum, durch die Firma Misanto AG betrieben.

Bis Juni könnte die Hälfte der erwachsenen Obwaldner geimpft sein

«Aufgrund der begrenzten Menge müssen wir priorisieren», sagt Patrick Csomor, Leiter des Gesundheitsamtes Obwalden, auf Anfrage. Es werde damit gerechnet, dass sich rund die Hälfte der erwachsenen Obwaldner Bevölkerung zur Impfung bereit erklärt. «Wir gehen davon aus, dass diese bis Juni geimpft sein kann.» Dies hänge auch davon ab, dass Obwalden mit genügend Impfstoff beliefert werde. Auf das Impfkontingent, das vom Bund zur Verfügung gestellt werde, habe der Kanton aber keinen Einfluss. Patrick Csomor bittet um Geduld der Impfwilligen. Vor allem zu Beginn könne es zu Wartezeiten kommen.

Es sei zuversichtlich, dass bei einer hohen Impfbeteiligung die Zahl der Neuinfektionen dank der Impfung längerfristig zurückgehe. Stand Montagvormittag wurden in Obwalden 1518 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Das sind 33 mehr als am Freitag. Nach den ersten Erfahrungen halte sich die Zahl jener Geimpften mit Nebenwirkungen im kleinen Rahmen. Geimpfte mit schweren Verläufen habe es bisher keinen einzigen in Obwalden gegeben.

Die Anmeldung erfolgt entweder via Telefonnummer 0800 005 800 (Montag–Sonntag, 8–18 Uhr), via die Misanto-App (Link: Google Store oder Apple Store) oder über impfen@misanto.ch.