CVP Obwalden fasst Parolen

Homosexuelle sollen besser geschützt werden. Nein sagt die Partei zur Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen».

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Samira Berchtold, Diana Zumstein, Marlies Durrer, Cornelia Amstutz, Anna Kathriner, Helene Ettlin, Lisbeth Berchtold und Anita Schrackmann (von links nach rechts).

Samira Berchtold, Diana Zumstein, Marlies Durrer, Cornelia Amstutz, Anna Kathriner, Helene Ettlin, Lisbeth Berchtold und Anita Schrackmann (von links nach rechts).

Bild: PD

(pd/cts) Politik An der Parteiversammlung vom Dienstag im «Peterhof» in Sarnen haben die Mitglieder der CVP Obwalden die Parolen gefasst für die Abstimmung vom 9. Februar 2020. Kantonsrätin Sonnie Burch aus Kerns stellte die zwei eidgenössischen Vorlagen vor. Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» wird einstimmig abgelehnt, wie die Partei mitteilt. Zur Änderung von Strafgesetzbuch und Militärstrafgesetz (Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung) fassten die Mitglieder der CVP mit 27 zu 9 Stimmen die Ja-Parole, bei 3 Enthaltungen.

Sechs CVP-Frauen als Gemeinderätinnen tätig

Im zweiten Teil des Abends kamen alle sechs aktuell amtierenden Gemeinderätinnen der CVP Obwalden zu Wort. Sie stehen in den fünf Gemeinden, in denen sie politisch tätig sind, unterschiedlichen Ressorts vor und blicken auf unterschiedliche politische Laufbahnen zurück. Bei Helene Ettlin aus Sachseln war Politik schon früher am Familientisch ein Thema. Zudem habe ihr die Vereinsarbeit innerhalb der Gemeinde den Einstieg erleichtert. Für die Vereinbarkeit von Familie, Arbeit und Politik sei sie auf die Unterstützung von Arbeitgeber und Schwiegereltern angewiesen, meinte Cornelia Amstutz. Für Diana Zumstein hat die politische Arbeit in einer Kommission der Gemeinde begonnen. Die Arbeit in und für die Gemeinde macht Marlis Durrer Freude und es sei eine gute Lebensschule. Für Lisbeth Berchtold zählt die Leistung, unabhängig vom Geschlecht. Allerdings seien Frauen einander gegenüber oft kritischer eingestellt als die Männer.

Kathriner: Frauen fehlt es an Mut zur Führung

Anna Kathriner vermutet, dass Frauen oft der Mut fehle, eine politische Führungsposition zu übernehmen, was sie bedauere. Die anwesenden Gemeinderätinnen waren sich einig, dass die politische Tätigkeit eine Bereicherung darstellt, auch wenn man selbst nicht alle Probleme lösen könne.

Die Diskussion wurde von Anita Schrackmann, Präsidentin der CVP Giswil, und Samira Berchtold, Vorstandsmitglied der Jungen CVP Obwalden, geleitet. Von den sechs Gemeinderätinnen treten fünf am 9. Februar zur Wiederwahl an.