CVP OBWALDEN: Heftige Kritik an Bundesparlamentariern

Die CVP Obwalden kritisiert «ihre» beiden Vertreter im Bundeshaus. Ihr Einsatz für den Gesundheitsartikel gefährde das Kantonsspital.

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Wird von der CVP Obwalden stark kritisiert: SVP-Nationalrat Christoph von Rotz. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Wird von der CVP Obwalden stark kritisiert: SVP-Nationalrat Christoph von Rotz. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Die CVP Obwalden fährt den beiden Obwaldner Bundesparlamentariern Christoph von Rotz, SVP, und Hans Hess, FDP, an den Karren. Die beiden setzen sich für den Gesundheitsartikel ein, welcher nächsten Sonntag zur Abstimmung kommt.

«Bewussst die Schliessung in Kauf nehmen»
Die CVP befürchtet bei Annahme des Artikels, dass kleinere Spitäler für die Krankenkassen aus Kostengründen nicht mehr interessant wären und somit nicht mehr finanziert würden. «Dies hätte konsequenterweise eine Schliessung des Spitals zur Folge», schreibt die CVP in einer Mitteilung.

Die Krankenkassen, welche bei Annahme des Artikels alleine über die Geldmittel der Kantone verfügen könnten, würden künftig nicht mehr in teurere Spitäler wie Sarnen investieren. «Umso mehr erstaunt es, dass die beiden Obwaldner Bundesparlamentarier sich für die Annahme der Vorlage stark machen und somit bewusst die Schliessung unseres Kantonsspitals in Kauf nehmen», schreibt die Partei weiter.

Koordinierte Zusammenarbeit und Konzentration auf Nischen
Von Rotz lässt diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen: «Der Gesundheitsartikel hat nichts mit der Schliessung des Spitals zu tun.» Kleinere Spitäler wie jenes in Sarnen hätten gute Chancen, wenn sie sich auf koordinierte Zusammenarbeit und auf Nischen konzentrierten.

Von Rotz sieht die Gefahr viel mehr im «technischen Wettrüsten zwischen den Spitälern». Für ihn ist zudem klar, dass die Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien weitersteigen werden. Dagegen müsse etwas unternommen werden. Der Gesundheitsartikel sei diesbezüglich ein taugliches Instrument.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.