Daniel I. ruft «Hallo Afrika»

Ehrenguugger Daniel I. zog mit einem Fackelzug in Kerns ein. Das ganze Dorf schien auf den Beinen zu sein.

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Ehrenguugger Daniel I. und seine Lebenspartnerin Maria Burch. (Bild: Martin Christen/PD)

Ehrenguugger Daniel I. und seine Lebenspartnerin Maria Burch. (Bild: Martin Christen/PD)

Schon vor dem Eindunkeln ging es im Kernser Dorfzentrum zu und her wie in einem Bienenhaus. Der Verkehr wurde umgeleitet, Bühne und Scheinwerfer wurden installiert, mobile Bars und Chelihütten hatten ihre Standorte bezogen, und die Zahl der Maskierten wurde von Minute zu Minute grösser. Es bahnte sich am vergangenen Samstagabend die Fasnachtseröffnung an, und – wie das in Kerns häufig so ist – das ganze Dorf schien auf den Beinen zu sein.

Fan des Schwarzen Kontinents

Die Zunftoberen mit ihren Damen eilten aus den umliegenden Gemeinden herbei und zogen sich vorerst in den «Oldi-Chäller» der Fasnachtsgesellschaft Kerns zurück, um dem Ehrenguugger Daniel I. die Aufwartung zu machen. Der Herr über die närrischen Tage in Kerns hatte schon vor geraumer Zeit das Motto 2012 «Hallo Afrika» aus­gerufen. Daniel Müller ist auch im nichtfasnächtlichen Leben ein Fan des Schwarzen Kontinents. «Ich war schon dreimal in Afrika auf Urlaub, liebe die Tiere und die Savanne. All dies hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen», sagt Daniel I. «Deshalb mein diesjähriges Fasnachtsmotto.»

Imposanter Fackelzug

Um 18.15 Uhr war das Dorfzentrum fasnächtlich aufgerüstet. Auf der Stiege beim Pfarrhof bezogen die zahlreichen Guuggenmusigen Stellung. Sie gaben alles, damit Daniel I. und seine Partnerin Maria Burch in Würde einziehen und die närrischen Wochen ausrufen konnten. Als dann die Nacht endgültig hereingebrochen war, bewegte sich ein imposanter Fackelzug durch die Dunkelheit. Das Dorf entleerte sich auch bei aufkommender Kälte nicht, denn wer den sinkenden Temperaturen trotzte und sich nicht in eines der stimmungsvollen Fasnachtslokale verzog, hatte die Gelegenheit, im Freien den Beginn der «schönsten Jahreszeit» zu feiern.

Primus Camenzind/ Neue NZ