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Das Berghotel Langis steht zum Verkauf

Besitzer Stephan Thalmann will sich altershalber von dem Betrieb trennen und hofft auf passende Nachfolger.
Marion Wannemacher
Stephan Thalmann hatte vor einem Jahr die Führung des Berghotels Langis selber übernommen. Bild: Robert Hess (16. Oktober 2018)

Stephan Thalmann hatte vor einem Jahr die Führung des Berghotels Langis selber übernommen. Bild: Robert Hess (16. Oktober 2018)

«Ja, man kann sich hier gut erholen. Hier ist Natur pur, nur sehr gute Luft», sagt Stephan Thalmann mit tiefer Überzeugung. Zum Erholen kommt der ehemalige Bauunternehmer aus Ramersberg wohl seltener. Im November vor einem Jahr hat der Besitzer des Berghotels Langis selber mit Betriebsleiter Urs Kiser die Führung übernommen.

Probleme mit dem letzten Pächter hatten ihn zu diesem Schritt bewogen. Dieser habe Hotel und Restaurant nach eigenem Belieben geöffnet oder geschlossen. Die Gäste standen häufiger vor verschlossenen Türen.

«Altes Kapitel vergessen und in die Zukunft blicken»

Das «Langis» sei ein Berghotel, das am Morgen früh öffnen und bis abends verfügbar sein müsse, mittlerweile gibt es diesen Betrieb, sieben Tage die Woche von acht bis mindestens 20 oder gar 22 Uhr. «Wir wollen dieses Kapitel vergessen und voller Zufriedenheit in die Zukunft schauen», betont Thalmann. Mit jeweils drei Angestellten in der Küche und im Service und ab Januar einem Zweierteam in der Betriebsleitung leistet er diese Bewirtung.

Allerdings will der gebürtige Entlebucher nicht ewig so weitermachen. Gerade hat er seinen 65. Geburtstag gefeiert. «Altershalber», wie er sagt, möchte er den Betrieb nach nun fast zwölf Jahren wieder verkaufen. Vor ihm war das Berghotel im Besitz der Hotel Langis AG gewesen, 28 Jahre lang hatten der Sarner Heinz Rohrer und seine Frau Beatrice hier gewirtet.

Der gebürtige Entlebucher war durch seine Vernetzung ein geeigneter Nachfolger: Stephan Thalmann kennt die Einheimischen vor und hinter dem Pass. Das Langis ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. «Immer wieder kommen auch Leute aus Zug, Solothurn oder dem Bernbiet», sagt er. Bis auf die letzte Pacht sei der ganzjährige Betrieb immer gut gelaufen, natürlich auch in Abhängigkeit von der Witterung.

Seit Sommer steht das Berghotel Langis bei Remax zum Verkauf. Es wird als «gut funktionierender ganzjähriger Gastro-Hotelbetrieb in der Moorlandschaft» beschrieben. Zur Immobilie gehören ein Restaurant mit Säli mit 180 Plätzen, eine grosse Terrasse mit 230 Plätzen sowie 60 Schlafplätze in Einzel- und Mehrbettzimmern, eine Wellnessanlage mit Sauna, Dampfbad und Aussenwhirlpool und ein grossräumiger Parkplatz. Insgesamt beträgt die Grundfläche des Anwesens 6000 Quadratmeter. Nicht unter 3,5 Millionen wolle er die Immobilie veräussern. 1,5 Millionen Franken habe er nach dem Kauf in die Modernisierung investiert, erzählt Stephan Thalmann.

Wirtepaar wären die Wunschkandidaten

«Es ist kein Notverkauf, der Betrieb ist rentabel. Es liegt etwas drin, wenn er gut geführt wird», sagt er. «Weihnachten und Neujahr sind wir schon ausgebucht. Diverse Anfragen gebe es, die noch abzuklären seien, sagt er.

Am liebsten wäre es ihm, wenn ein Wirtepaar den Betrieb übernehmen könne. Bis der «Richtige» komme, könne er den Betrieb mit gutem Personal ein paar Jahre weiterführen, so der Besitzer.

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