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Das Erbe der alten Käserei Seiler war begehrt

Nicht alle Maschinen und Anlagen hat die Seiler Käserei AG an den neuen Standort in Giswil mitgenommen. Über eine Online-Auktion bekamen sie sozusagen ein zweites Leben.
Matthias Piazza
Verwaltungsratspräsident Hansruedi Aggeler (rechts) auf einem Rundang in den neuen Räumlichkeiten anlässlich eines Besuchs von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Bild: Markus von Rotz (Giswil, 31. Oktober 2018))

Verwaltungsratspräsident Hansruedi Aggeler (rechts) auf einem Rundang in den neuen Räumlichkeiten anlässlich eines Besuchs von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Bild: Markus von Rotz (Giswil, 31. Oktober 2018))

Mitte November begann ein neues Kapitel in der 90-jährigen Geschichte der Seiler Käserei AG. Sie konnte an der Industriestrasse in Giswil ihren 20 Millionen Franken teuren Produktionsstandort in Betrieb nehmen und so täglich bis zu 80000 Liter Milch verarbeiten – doppelt so viel wie am alten Standort in Sarnen, der zu eng wurde. Verwaltungsratspräsident Hansruedi Aggeler spricht von einem geglückten Start, auch wenn es noch Optimierungspotenzial gebe. Mit dem neuen Standort machte das 20-köpfige Unternehmen auch einen technologischen Schritt nach vorne. So wurden die meisten Anlagen, die es zum Käsen braucht, neu beschafft.

«Wir fragten diverse Schweizer Käserei-Einrichtungsfirmen an, doch sie hatten kein Interesse an unseren nicht mehr gebrauchten Maschinen», sagt Aggeler. Darum habe man sich für Troostwijk entschieden. Die Firma ist seit 60 Jahren auf die Versteigerung von Industrie- und Landwirtschaftseinrichtungen spezialisiert. Wer sich nun vorstellt, dass sich in einer grossen Halle interessierte Käufer mit Angeboten lautstark überboten, irrt. Die Auktion ging Mitte Dezember im Internet über die Bühne – und dies sehr erfolgreich, wie Aggeler erfreut bilanziert.

«Für einzelne Artikel wurden bis zu 50 Angebote abgegeben.» Vor allem Milchzentrifugen, Baktofugen (Geräte zur Reduzierung von Bakterien und Sporen aus der Milch), aber auch Tanks und Pumpen wurden versteigert. «Das meiste konnten wir verkaufen.» Rund 100000 Euro habe die Auktion eingebracht. Möglicherweise lanciere man eine zweite Auktion für die noch nicht verkauften Anlagen.

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