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Das Fotohaus Reinhard erhält den Obwaldner Kulturpreis

Der Obwaldner Kulturpreis geht an das Fotohaus Reinhard in Sachseln. Der Regierungsrat ehrt damit die drei Fotografen Joseph, Sepp und Daniel Reinhard.
Daniel Reinhard, Joseph Reinhard und Josef (Sepp) Reinhard (von links) erhalten den Obwaldner Kulturpreis. (Bild: PD)

Daniel Reinhard, Joseph Reinhard und Josef (Sepp) Reinhard (von links) erhalten den Obwaldner Kulturpreis. (Bild: PD)

(pd/rem) Der Obwaldner Kulturpreis ist mit 5000 Franken dotiert und wird in der Regel alle drei Jahre verliehen. Das Fotohaus Reinhard erhält die Auszeichnung an einer Feier, deren Zeitpunkt und Ort noch nicht bekannt sind, wie die Obwaldner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Der Regierungsrat ehrt das generationenübergreifende Gesamtwerk der drei Fotografen Joseph, Sepp und Daniel Reinhard, das als Langzeitdokumentation von ästhetisch hoher Qualität weit über den Kanton ausstrahlt.

Während der gelernte Coiffeur Joseph Reinhard einst in seinem Geschäft in Flüeli-Ranft Filme für Touristen entwickelte und sich das Fotografieren autodidaktisch beibrachte, machte sein Sohn eine Fotografenlehre. Er war in Obwalden als Fotoreporter unterwegs und machte sich als Bildchronist von allerlei Unglücksfällen einen Namen als «Katastrophen-Sepp».

Zwischen 1930 und 1970 stammte beinahe jedes Bild aus Obwalden, das in der regionalen oder nationalen Presse erschien, aus dem Haus Reinhard, heisst es in der Mitteilung. Auch Daniel Reinhard absolvierte eine Fotografenausbildung. Er wurde bekannt für Aufnahmen von Formel-1-Rennen und ist als Industrie und Werbefotograf tätig.

Diese unzähligen, häufig auch künstlerisch wertvollen Fotografien aus vier Jahrzehnten haben das Selbstverständnis der hiesigen Leute und ihre Wahrnehmung des eigenen Lebensraums stark mitgeprägt. Sie gehören zum kollektiven Bildgedächtnis vieler Obwaldnerinnen und Obwaldner.

Über die Jahrzehnte hinweg sind im Rahmen von Publikationen, Ausstellungen oder filmischen Dokumentationen Teile der Fotosammlung in der Öffentlichkeit präsentiert worden – Material genug, um den enormen kulturgeschichtlichen Wert dieses Gesamtwerks für den Kanton Obwalden erkennen und würdigen zu können, schreibt die Staatskanzlei weiter.

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