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Das Gesundheits-Zentrum in Alpnach baut kräftig aus

Das Bildungszentrum Xund stösst räumlich an seine Grenzen. Nun entstehen für 750'000 Franken fünf neue Trainingsräume.
Matthias Piazza

Wer in der Zentralschweiz eine Ausbildung im Gesundheitswesen macht, tritt öfters den Weg nach Alpnach an. In den überbetrieblichen Kursen trainieren die Lernenden Fachfrau/Fachmann Gesundheit während insgesamt rund sechs Wochen unter Anleitung von Dozierenden aus der Praxis ihre praktischen beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Gefahrlos können Handgriffe geübt werden.

An lebensechten Puppen üben die Schüler, wie man Infusionen legt, Spritzen verabreicht oder Blut entnimmt. Auch Gelerntes in Berufsschule und Betrieb wird gefestigt. Das Praxistraining für die Ausbildungen zur diplomierten Pflegefachperson Höhere Fachschule sowie zur Assistenz Gesundheit und Soziales finden ebenfalls in Alpnach statt.

Starke Zunahme in den vergangenen Jahren

Die Anzahl der Lernenden ist stark zunehmend. Mittlerweilen trainieren jährlich rund 2300 Personen in total 185 Klassen am Standort in Alpnach. Das entspricht einer Zunahme von fast 40 Prozent gegenüber vor fünf Jahren. «Unsere Raumreserven sind erschöpft», sagt auf Anfrage unserer Zeitung Tobias Lengen. Er ist Geschäftsführer des Zentralschweizer Berufsbildungsverbands Gesundheit und stellvertretender Direktor des Bildungszentrums Xund. So werden rund 400 zusätzliche Quadratmeter in den Räumlichkeiten des Innovations- und Dienstleistungszentrums an der Alpnacher Industriestrasse gemietet und einige Büroräume umgenutzt.

Es entstehen fünf zusätzliche Trainingsräume, ein unterteilbarer Kursraum sowie zwei sogenannte Situationszimmer, die ein realitätsnahes Training ermöglichen. Diese können als Spitalzimmer oder als Wohnzimmer für eine Spitex-Situation eingerichtet werden. Auch Pflegesimulatoren kommen zum Einsatz, also beispielsweise Puppen, an denen eine Wundpflege geübt werden kann. «Damit können wir auch künftig Ausbildungen am Puls der Zeit anbieten», erläutert Tobias Lengen.

Auch am Standort 
Luzern wird investiert

Die Investitionen im Umfang von rund 750 000 Franken erarbeitet Xund vollständig aus eigenen Mitteln. Die private Stiftung, welche von den Spitälern, den Alters- und Pflegezentren und Spitexorganisationen der Zentralschweiz getragen wird, bildet auch auf dem Areal des Kantonsspitals in Luzern aus.

Dort entsteht bis in diesem September ein neues Bildungszentrum mit moderner Lernumgebung für rund 50 Millionen Franken. Bisher fand der Unterricht in Luzern in sechs verschiedenen und zum Teil dezentralen Gebäuden statt.

Mit dem Ausbau des Standortes Alpnach wird nun klar: Man will an beiden Standorten festhalten. «Im Neubau in Luzern finden primär der schulische Teil der Ausbildung zur diplomierten Pflegefachperson sowie der biomedizinischen Analytik statt, zudem Nachdiplomstudiengänge und Weiterbildungen», sagt Lengen und fügt an: «Eine Zusammenlegung der beiden Standorte wäre rein räumlich gar nicht möglich.» Zudem sei eine regionale Verankerung wichtig. «Mit dem Kanton Obwalden und der Gemeinde Alpnach verbindet uns eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.»

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