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Das Hotel Krone Sarnen etabliert sich als «Kulturbeiz»

Nach dem Ausgehen der Lichter in der «Krone Giswil» und dem «Down Down» in Sachseln drohten düstere Zeiten für Kleinkunst in Obwalden. Dank der «Krone» in Sarnen steht sie aber weiterhin im Rampenlicht – was nun auch der Kanton anerkennt.
Philipp Unterschütz
Das Hotelierspaar Klara und Josef Inderbitzin im Kulturraum «Freeheit» im Hotel Krone. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 6. Dezember 2018)

Das Hotelierspaar Klara und Josef Inderbitzin im Kulturraum «Freeheit» im Hotel Krone. (Bild: Philipp Unterschütz, Sarnen, 6. Dezember 2018)

Als am vergangenen Donnerstag die Nachricht des kantonalen Kulturdepartements einging, löste das beim Hotelierspaar Klara und Josef Inderbitzin Freude pur aus. Obwalden hat ihr Gesuch zur Unterstützung des Kulturbetriebes in der «Krone Sarnen» genehmigt. Dabei geht es den beiden gar nicht nur um den finanziellen Beitrag. «Dass unser kulturelles Engagement wahrgenommen wird, ist für uns mindestens so wichtig», erklärt Josef Inderbitzin.

Tatsächlich bezeichnen sich die Gastgeber im Hotel Krone Sarnen selber als »Kultur-Angefressene». Schon seit Jahren haben sie immer wieder Aktivitäten auf die Beine gestellt. So richtig ins Rollen kam die Sache aber, nachdem sowohl in der «Krone Giswil», der Obwaldner Kulturbeiz schlechthin, und dann bald darauf auch im Sachsler «Down Down» die Kulturlichter ausgingen. «Die Kleinkunstinteressierten sollen bei uns eine neue Heimat haben. Zudem möchten wir verhindern, dass die Kleinkunst abwandert aus Obwalden», sagt Klara Inderbitzin. Die «Krone» in Sarnen ist heute denn der einzige Ort im Kanton, an dem regelmässig solche Veranstaltungen stattfinden. Gut 90 Prozent der Gäste kommen aus Obwalden.

Gäste dürfen künstlerischer Qualität vertrauen

Der Kulturbeauftragte der Krone: Hansjörg Zuri Zurgilgen.

Der Kulturbeauftragte der Krone: Hansjörg Zuri Zurgilgen.

Neben den fremdorganisierten Anlässen wie beispielsweise den Konzerten von JazzMusik in Sarnen, die im Eventraum Freeheit in der «Krone» stattfinden, gestalten die Inderbitzins seit etwas mehr als einem Jahr gemeinsam mit ihrem Kulturbeauftragten Hansjörg «Zuri» Zurgilgen ein eigenes Programm unter dem Label «Cabaret». Und dieses darf sich sehen lassen. Sechs Anlässe im Kleinkunst-Bereich waren es im ersten Jahr. «Davon waren vier so gut besucht, dass wir in der Euphorie für dieses Jahr acht solcher Anlässe ins Programm nahmen», erzählt Josef Inderbitzin. Das sei dann aber doch zu viel gewesen, weshalb man wieder auf sechs reduzieren werde.

Die Kultur wird ihren grossen Stellenwert in der Krone Sarnen aber behalten. «Um das Haus mit 35 Mitarbeitern wirtschaftlich erfolgreich zu führen, könnten wir viel Geld ausgeben für Werbung. Wir wollen aber lieber über die Veranstaltungen wahrgenommen werden», betont Josef Inderbitzin. Aber natürlich sei auch der Umsatz, den man mit gastronomischen Leistungen im Umfeld der Anlässe generiere, eine Motivation. So werden die meisten Cabaret Tickets mit einem dreigängigen Menü verkauft.

Für den Kulturbetrieb ist allerdings noch eine Querfinanzierung nötig. «Würden wir eine Vollkostenrechnung machen, kämen wir nur mit den Eintrittsgeldern noch nicht raus», sagt Inderbitzin. Betreffend Auslastung hätte man noch Potenzial in der 100-plätzigen «Freeheit». «Unser Ziel ist es, ein Image zu schaffen, dass die Leute auch kommen, wenn sie einen Künstler nicht kennen. Einfach, weil sie wissen, dass bei uns hohe Qualität geboten wird.» Das brauche aber eben seine Zeit. Als Vier-Sterne-Haus wolle man in jedem Fall hohe Qualität bieten, egal ob das im gastronomischen oder im kulturellen Bereich sei. Momentan steht die «Krone Sarnen» in der Mitte der zweiten Saison, die grösstenteils gut gelaufen sei. «Der letzte Anlass mit Alex Porter war restlos ausverkauft», freut sich Josef Inderbitzin.

Als Nächstes steht am kommenden Samstag das Musikduo Les Papillons auf der Bühne in der «Freeheit». «Sie bieten auf eine äusserst virtuose und humorvolle Art mit viel Spielwitz ein musikalisches Programm mit dem passenden Titel ‹Patchwork Classics›», kündet Hansjörg Zurgilgen an. «Wie klingt es beispielsweise, wenn einem klassischen Monumentalwerk die Ernsthaftigkeit entzogen wird, oder wenn ein AC/DC-Song wie Mozart tönt?»

Man werde in der Krone weiterhin im bisherigen Stil weiterfahren, versprechen Josef und Klara Inderbitzin. «Es wird bei uns keine ‹flache› Comedy geben, in der Programmierung machen wir keine Kompromisse nur für höhere Eintrittszahlen.»

Weitere Informationen unter: www.krone-sarnen.ch

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