Das «Wildhudi» sammelt Facebook-Freunde

Ein Alpnacher «Wildhudi» mit einer eigenen Fanseite im Internet: Im Vorfeld der Älplerchilbi gab sich das «Hudi» sehr modern und sammelte fleissig Facebook-Freunde.

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Die Wilden von Alpnach mit dem Facebook-«Wildhudi» Thomas Wallimann. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

Die Wilden von Alpnach mit dem Facebook-«Wildhudi» Thomas Wallimann. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

Das Alpnacher «Wildhudi» – der weibliche Part der Wilden – gab sich im Vorfeld der Älplerchilbi modern und richtete auf Facebook eine eigene Fanseite ein.Am Rande der Älplerchilbi vom Samstag gab sich das virtuelle «Hudi» zu erkennen – und siehe da, es ist nicht, wie viele vermutet haben, das echte «Hudi». Hinter dem Facebook-Auftritt versteckte sich Thomas Wallimann.

Bierwette um 1000 Freunde

«Angefangen hat das Ganze mit einer Wette im Kollegenkreis bei einer Runde Bier», erzählt er. Seine Annahme: «Ich schaffe bis zur Älplerchilbi 1000 neue Facebook-Freunde.» Ganz so viele wurden es nicht, aber bis gestern war die Zahl näher bei 1000 als bei 900 (Stand Montagmorgen: 980). Allerdings erlebte er unerwartete Probleme: Das schnelle Wachstum hatte die Aufmerksamkeit von Facebook auf ihn gelenkt, die Seite wurde mehrmals für einige Tage wegen angeblichen Spamverdachts blockiert.

Der Spass kostete den Landschaftsgärtner jeden Abend mindestens eine Stunde Arbeit, um alle Anfragen zu beantworten. Maximal 50 seiner «Freunde» wussten vor der Älplerchilbi, dass er dahintersteckt. Falls gewünscht, trete er die Facebook-Seite der Älplerbruderschaft ab.

Leichtfertige Jugendliche

Eine Erfahrung hat ihn bei seinem Wirken im Facebook nachdenklich gemacht: «Die Jugendlichen gehen mit ihren persönlichen Daten leichtfertig um.» Doch am Samstag konnte er am Rande der Chilbi die von seinem Bruder geschriebenen Sprüche geniessen. Darin kam er natürlich auch vor.

Markus von Rotz

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