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Das Zentrum Ranft zieht nach einem Jahr Bilanz

Seit einem Jahr ist das Zentrum Ranft ein Ort der Stille, der Spiritualität und der Solidarität. Obwohl vieles gut läuft, sieht die Leiterin Ursula Bründler-Stadler noch Verbesserungspotenzial. So sollen etwa vermehrt Junge den Weg nach Flüeli-Ranft finden.
Patricia Helfenstein-Burch
Ursula Bründler-Stadler, Präsidentin des Trägervereins und Leiterin des Zentrum Ranft auf der Terrasse eines Gruppenraumes. (Bild Patricia Helfenstein-Burch, 23. Juli 2018)

Ursula Bründler-Stadler, Präsidentin des Trägervereins und Leiterin des Zentrum Ranft auf der Terrasse eines Gruppenraumes. (Bild Patricia Helfenstein-Burch, 23. Juli 2018)

Bereits beim Betreten der Liegenschaft Zentrum Ranft wird man in eine andere Welt versetzt. Man ist umgeben von einer wohltuenden Stille und auf unerklärliche Art nimmt man die Spiritualität wahr, die hier gelebt wird.

Das Zentrum ist nun bereits seit einem Jahr in Betrieb. Gerade wird die Ankunft neuer Gäste vorbereitet. Auf den Tischen stehen Blumensträusse aus dem hauseigenen Garten und aus der Küche dringt ein wunderbarer Duft. Yvonne Nydegger bereitet dort das vegetarisch-vegane Mittagessen mit hauseigenem Bio-Gemüse für die Gäste vor.

Spiritualität beschränkt sich nicht auf einen Glauben

Alles wirkt familiär, darauf legt Ursula Bründler-Stadler, Präsidentin des Trägervereins und Leiterin des Zentrum Ranft, grossen Wert. Sie führt durch die Räume der drei Häuser mit den Namen Seeblick, Bergblick und Chalet. Diese hat der Trägerverein Zentrum Ranft vor einem Jahr der Stiftung Via Cordis abgekauft.

In jedem Raum findet man das Symbol des Bruder Klaus, Spiritualität ist hier allgegenwärtig. Ursula Bründler-Stadler betont, dass sich diese Spiritualität nicht auf eine einzelne Glaubensrichtung beschränke. Das Zentrum Ranft sei ein interreligiöser Begegnungsort. Hier wird auch meditiert, es finden Yoga-Kurse statt, es wird getanzt und musiziert, es finden Kurse im Bearbeiten von Speckstein statt und regelmässig referieren hier Referenten aus der ganzen Welt. «Zu uns kommen Menschen, die auf dem Weg sind, Menschen, die Stille suchen, die ihr Bewusstsein erweitern wollen», so Ursula Bründler-Stadler. Das vielseitige Angebot werde sehr geschätzt. «Wir hoffen aber schon, in Zukunft noch mehr Bekanntheit zu erlangen und somit unsere Vision weiter verbreiten zu können.»

Ursula Bründler-Stadler sucht nach Wegen, wie jungen Leuten vermehrt die Möglichkeit geboten werden kann, ins Zentrum Ranft zu kommen. Die Übernachtungskosten im Zentrum Ranft liegen – auch wenn sie günstig sind – über denen in einer Jugendherberge. Im ältesten Bau, dem Chalet, kostet ein Einzelzimmer mit Frühstück 55 Franken. Gerade junge Leute möchte man mit den verschiedenen Kursangeboten vermehrt ansprechen. Darum bietet ihnen das Zentrum die Möglichkeit, im Haus, der Küche oder dem Garten mitzuhelfen. Diese Unterstützung wird dann an die Logierkosten angerechnet.

Mit den angebotenen Kursen will man den Betriebsaufwand decken. Das konnte aber bisher nicht erreicht werden. «Das soll sich natürlich in Zukunft ändern», so Ursula Bründler-Stadler, denn das Zentrum Ranft wolle rentabel werden. Für das Atelier, den ehemaligen Kindergarten von Flüeli-Ranft, sucht man noch geeignete Mieter. Diese Mieteinnahmen würden zusätzlich zur Kostendeckung beitragen.

Obwohl Bruder Klaus im Zentrum Ranft einen sehr hohen Stellenwert geniesst, habe das Gedenkjahr von Bruder Klaus dem Zentrum Ranft nicht merklich mehr Besucher gebracht. Dies liege vielleicht daran, dass die Programme für die verschiedenen Veranstaltungen des Gedenkjahres schon gemacht waren, als das Zentrum Ranft eröffnete, erklärt Ursula Bründler-Stadler.

Ranfter Gespräche, ein spannender Dialog

Vom 21. bis 23. September organisiert das Zentrum Ranft die Ranfter Gespräche unter dem Titel Christentum – Islam. «Was zeichnet einen spirituellen Menschen im Unterschied zu einem Menschen aus, der seine Religion mit Gewalt durchsetzen will?» So lautet die Einleitung im Programm-Heft. Ursula Bründler-Stadler freut sich auf einen regen Austausch. Das Programm mit Podiumsgesprächen, Referaten und dem Theaterstück «Der Ranft-Ruf», das in der Aula des Alten Gymnasiums Sarnen aufgeführt wird, ist viel versprechend.

Die Ranfter Gespräche 2018 finden vom 21. – 23. September statt, weitere Infos finden Sie hier.

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