Demission im Verwaltungsrat von Titlis Rotair

Albert Wyler tritt als Verwaltungsrat der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG zurück. Er zieht damit die Konsequenzen aus den Ereignissen im letzten Sommer, als unberechtigte Transaktionen in der Finanzbuchaltung bekannt wurden.

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Werner Wyler ist per sofort aus dem Verwaltungsrat bei Titlis Rotair ausgeschieden. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Werner Wyler ist per sofort aus dem Verwaltungsrat bei Titlis Rotair ausgeschieden. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Albert Wyler, bis Ende 2010 Geschäftsführer der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG, tritt per sofort als Verwaltungsrat des Unternehmens zurück. Er begründet dies mit den im Sommer bekanntgewordenen unberechtigten Transaktionen in der Finanzbuchhaltung. Dies teilte das Bergbahnunternehmen am Dienstag mit.

Zwischen April 2009 und Juli 2010 hatte ein Buchhalter total 10,4 Millionen Franken in eine vermeintlich seriöse asiatische Investmentgesellschaft investiert, angeblich um den Bergbahnen zusätzliche Erträge zu verschaffen. Der Mann wurde entlassen, ein Strafverfahren eröffnet. Später gab der Verwaltungsrat zu, dass es auch Fehler in der Unternehmensleitung gegeben habe. Die Kontrolle habe versagt, das Vieraugenprinzip sei missbraucht worden.

Als es zu den Unregelmässigkeiten kam, war Wyler Geschäftsführer. Der Entscheid, auf Ende 2010 vorzeitig in den Ruhestand zu treten, kommunizierte er lange vor dem Bekanntwerden der Unregelmässigkeiten. Wyler blieb nach seinem Rücktritt als Geschäftsführer dem Unternehmen als Verwaltungsrat erhalten.

Verwaltungsratspräsident Hans Hess führte auf Anfrage zum Zeitpunkt von Wylers plötzlichem Rücktritt die für April angesetzte Generalversammlung der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG an. An dieser wird der Vorfall in der Buchhaltung zur Sprache kommen. Ein Aktionär hatte den Antrag eingereicht, Wyler abzuwählen.

sda/zim