«Denkmal-Lok» nun doch verschrottet

Die Lokomotive Ae 6/6 11406 mit dem Obwaldner Wappen ist endgültig liquidiert worden. Für den Verein 11406 eine wehmütige Angelegenheit.

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Ivo Brnic (links) und Dalibor Milojevic zerlegen die Lok im Cholwald in ihre Einzelteile. (Bild: Geri Wyss / Neue OZ)

Ivo Brnic (links) und Dalibor Milojevic zerlegen die Lok im Cholwald in ihre Einzelteile. (Bild: Geri Wyss / Neue OZ)

Mit dem Abbruch der Lokomotive Ae 6/6 11406 «Obwalden» in den vergangenen Tagen musste das gleichnamige Projekt nun definitiv eingestellt werden. Seit 2006 war der Verein 11406 um den Erhalt der alten Lok bestrebt (wir berichteten). Doch trotz aller Bemühungen wurde die «Obwalden»-Lok an ihrem alten Standort bei der Cholwald-Kiesgrube in Ennetmoos in ihre Einzelteile zerlegt und teilweise zur Verschrottung abtransportiert.

Zuvor war es das Ziel des Vereins gewesen, der alten Lok in Alpnachstad nahe der alten Remise einen neuen Platz zu geben. Im Innern planten die Eisenbahnfans, eine Modelleisenbahn einzubauen und die Lok der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im März musste der Verein aufgrund eines Bauvorhabens bei der Kiesgrube in Ennetmoos einen anderen Lagerplatz für die Ae 6/6 finden. «Vor Ostern schien zur Freude von uns und aller Bahnfans der weitere Verlauf des Projektes sichergestellt zu sein», schreibt Präsident Kurt Doebeli in einer Medienmitteilung. Ein neuer Zwischenlagerplatz in Alpnach, sowie die dazu benötigten finanziellen Mittel seien bereits unter kräftiger Mithilfe von Dritten und Spendern sichergestellt gewesen. «Leider scheiterte die ganze Geschichte an einer kleinen Formalität im Zusammenhang mit der Lagerung», schreibt Doebeli weiter. «Die öffentliche Hand hatte kein Interesse mehr, unser Vorhaben zu unterstützen. So läuft man früher oder später im Sand auf», sagt der Präsident. Also habe sich der Verein für ein «Ende mit Schrecken statt ein Schrecken ohne Ende» entschieden, und die Verschrottung der alten Lok angeordnet.

Joèl von Moos

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