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Der Bahnhof Sarnen Nord kommt an

Die Haltestelle Sarnen Nord ist seit zwei Jahren in Betrieb. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus: Die Passagierzahlen kommen an einem Werktag fast an jene von Alpnachstad heran.
Matthias Piazza
Abendstimmung am Bahnhof Sarnen Nord. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 4. Dezember 2018))

Abendstimmung am Bahnhof Sarnen Nord. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 4. Dezember 2018))

Ein Wochentag gegen 16.45 Uhr, S-Bahn-Haltestelle Sarnen Nord. Das Perron beim Gleis 1 füllt sich mehr und mehr. Pendler, die bei den benachbarten Firmen arbeiten, wollen nach Hause und warten auf die S5 nach Luzern, die um 16.50 Uhr einfährt. Seit ziemlich genau zwei Jahren, seit dem 11. Dezember 2016, können die Leute hier, oft nur wenige Gehminuten von ihrem Arbeitsplatz entfernt, in ihren Zug steigen, der zweimal pro Stunde nach Hergiswil-Luzern und Sarnen-Giswil fährt.

Für 30 Millionen Franken hatte die Zentralbahn die Haltestelle mit einer rund zwei Kilometer langen Doppelspur zwischen Sarnen und Kägiswil gebaut. Zuvor hatten die Fahrgäste im fast einen Kilometer entfernten Sarner «Hauptbahnhof» einsteigen müssen.

Das Angebot kommt an. An einem durchschnittlichen Werktag steigen in Sarnen Nord 530 Leute ein oder aus. Das sind vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. «Damit erreicht diese Haltestelle fast das Niveau von Alpnachstad mit durchschnittlichen 570 Passagieren täglich», sagt dazu auf Anfrage Thomas Keiser, Mediensprecher der Zentralbahn.

Nur ein Katzensprung vom Arbeitsplatz entfernt

Der Bahnhof vor der Türe wird nicht nur von Mitarbeitern, sondern auch von Anwohnern geschätzt. «Diese S-Bahn-Haltestelle ist cool, von mir zu Hause muss ich nur zwei Minuten gehen», sagte etwa Olivia Kiser, die an der Brünigstrasse wohnt und einmal pro Woche an die Abendschule nach Luzern geht. Dank des nahen Bahnhofes nehme sie jetzt häufiger den Zug statt das Auto. Trudy Hunziker schätzt die neue Haltestelle ebenfalls, die sie in nur fünf Gehminuten von zu Hause erreiche. Auch in die Gegenrichtung wird der Bahnhof benutzt. Rene Berchtold, der in der Holzwerkstatt an der Industriestrasse 20 arbeitet, pendelt täglich mit dem Zug zwischen seinem Wohnort Sachseln und der Arbeitsstelle im Sarner Industriegebiet.

Alois Auer, Leiter Bereich Arbeit bei der Stiftung Rütimattli, schätzt, dass von den rund 50 Mitarbeitern der beiden Werkstätten im Büntenpark und an der Industriestrasse 20 etwa ein Dutzend mit dem Zug pendelt. «Die neue S-Bahn-Haltestelle liegt nur einen Katzensprung von unseren Arbeitsplätzen entfernt. Unsere Mitarbeiter schätzen, dass sie am Morgen durch den verkürzten Fussweg vom Bahnhof Nord zehn Minuten früher mit der Arbeit beginnen können, und dass sie Mitarbeiter anderer Firmen im Zug treffen», erklärt Auer.

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