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Der beste Alpkäse aus Obwalden

Der Käse von Rosmarie Hurschler erzielte bereits viermal 100 Punkte im Obwaldner Alpmulch-Wettbewerb.
Richard Greuter
Stolz präsentiert Rosmarie Hurschler mit Ehemann Edy und Sohn Matthias ihren Alpkäse.Bild: Richard Greuter (Engelberg, 24. Juli 2019)

Stolz präsentiert Rosmarie Hurschler mit Ehemann Edy und Sohn Matthias ihren Alpkäse.Bild: Richard Greuter (Engelberg, 24. Juli 2019)

Auf den meisten Alpweiden kehrt nach und nach Ruhe ein. So auch auf der Alp Hüttismatt ob Engelberg auf rund 1650 Metern. Nach mehr als hundert Sömmerungstagen ziehen Edy und Rosmarie Hurschler heute mit ihrem Vieh ins Tal. Die Bauernfamilie schaut zurück auf einen wüchsigen Alpsommer, der ideale Voraussetzungen brachte für ihren feinen Alpkäse.

Bereits am frühen Morgen um Viertel vor vier steht Rosmarie Hurschler auf und geniesst das Erwachen des Tages. «Man hört die Vögel pfeifen, das Knistern des Feuers, das die Käsereimilch erwärmt», sagt die begeisterte Käserin. Sie ergänzt: «Und es lärmt noch keine Maschine.»

«Vielleicht nehme ich mir etwas mehr Zeit»

Alle zwei Jahre führt die IG Obwaldner Alpchäs einen Alpmulch-Wettbewerb durch. Und viermal hintereinander belegte die zweifache Mutter mit jeweils 100 Punkten alleine den ersten Rang. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Was macht die erfolgreiche Käserin besser als ihre Obwaldner Kollegen? Hurschler zuckt mit den Schultern und sagt: «Das weiss ich nicht.» Sie wisse ja nicht, wie ihre Kolleginnen und Kollegen arbeiten.

Nach einigem Nachdenken meint die 50-jährige Bäuerin: «Vielleicht nehme ich mir etwas mehr Zeit.» Dem Anschein nach ist das Geheimnis ihres Erfolges einfacher, als man denkt. Bereits am Morgen um fünf Uhr ist die gekühlte Abendmilch im Kessi. Später kommt die Morgenmilch dazu. Sie gebe der Milch mehr Zeit fürs Aufheizen, gebe die Kultur dazu und lasse ihr Zeit zum Vorreifen. Diese und auch die weiteren Schritte wie Einlaben, Verschneiden und das weitere Aufwärmen auf 45 Grad geschehen mit viel Fingerspitzengefühl. Die Viehbewirtschaftung besorgen Ehemann Edy und der 25-jährige Sohn Matthias. So kann sich Hurschler ganz dem Käsen widmen. Beim Besuch wird schnell klar, dass auch ausserhalb der Käserei mit viel Herzblut gearbeitet wird. «Das ganze Umfeld muss stimmen», sagt der 60-jährige Edy Hurschler. Der erfahrene Älpler verweist auf die Melkhygiene, die Betreuung der Tiere und die gesamte Bewirtschaftung der Weideflächen. Dies alles sei wichtig für den steten Milchfluss, meint Edy Hurschler.

Hurschlers Käse ist weithin bekannt

Dass auf der Alp Hüttismatt ein vorzüglicher Käse entsteht, haben schon viele gemerkt. Das Restaurant der Brunnibahn, die beiden SAC-Hütten Rugghubel- und Brunnihütte sowie ein Engelberger Hofladen beziehen ihren Alpkäse bei der Familie Hurschler. Selbst zwei Engelberger Detaillisten setzen auf Hurschlers Alpkäse.

Vorbei gehende Wanderer können sich aus dem Kühlschrank bedienen, oder beziehen ihren Käse direkt ab Alp. Zudem ist Rosmarie Hurschler regelmässig beim Engelberger Wochenmarkt anzutreffen. Edy Hurschler besuchte vor Jahrzehnten einen Alpsenn-Kurs in Seedorf. Später ermunterte er seine Frau Rosmarie, das Gleiche zu tun. Vermutlich ahnte er, welche Fähigkeiten in Rosmarie steckten. Doch auf den Lorbeeren ausruhen will die Bauern- und Älplerfamilie nicht. «Die Qualität der Alpkäsereien ist in den letzten Jahren gestiegen», sagt der Landwirt. So ist es selbstverständlich, dass die Familie Hurschler regelmässig Weiterbildungskurs besucht und alles daran setzt, um ihre Kunden mit ihren Käseprodukten glücklich zu machen.

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