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Serie

Der Engelberger Eugenisee ist ein Fischerparadies

Bei Fischern ist der Eugenisee in Engelberg sehr beliebt. Während der Sommerferien können sich Anfänger unter sachkundiger Leitung als Petri-Jünger versuchen.
Beat Christen
Blick von der Örtigen auf den Eugenisee und Engelberg. (Bild: Beat Christen)

Blick von der Örtigen auf den Eugenisee und Engelberg. (Bild: Beat Christen)

Kaum hat man die Talebene von Engelberg erreicht, eröffnet sich dem Besucher ein atemberaubendes Panorama mit den majestätischen Bergen wie dem Hahnen oder den Spannörtern ganz hinten im Tal. Aber auch der See direkt beim Dorfeingang zieht die Blicke fast magisch an. Was viele nicht wissen: Der Eugenisee – so der Name dieses Gewässers – ist ein Stausee und dient zur Stromproduktion. Und er ist nicht zuletzt wegen des Rundwegs sowohl bei den Touristen wie bei der einheimischen Bevölkerung ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Doch die wohl grösste Freude an dem See haben die Fischer. An schönen Tagen tummeln sich die Petri-Jünger entlang des Ufers und versuchen dabei ihr Glück mit der Angelrute. Immer beissen die Fische nicht an. Und so kann das Fischen im Eugenisee schon mal zur Geduldsprobe werden. Etwa dann, wenn bei dem nur wenige Meter entfernten Nachbarn mit dem genau gleichen Köder an der Angel die Fische anbeissen und man selber leer ausgeht.

Name zu Ehren des Strompioniers

Weil der Eugenisee zur Anstauung des Wassers für die Stromproduktion im Kraftwerk Obermatt dient, ist die Fischerei die einzig zulässige touristische Nutzung. Schon so mancher Jungfischer hat hier das Handwerk erlernt. Zwischen 1902 und 1905 liess der damaligen Engelberger Strom- und Hotelpionier Eugen Hess-Waser, genannt Sager-Geny, zwecks besserer Nutzung der Wasserkraft des Erlenbachs den See künstlich anlegen. Der See ist seither Teil einer umfassenden Nutzung der Wasserkraft für die Erzeugung von elektrischer Energie. Eugen Hess-Waser verkaufte später die Konzession an die heutige Eigentümerin Energie Wasser Luzern (ewl), die Ende der 1950er-Jahre den See von 65000 auf 170000 Kubikmeter Wasserinhalt ausbaute. Von hier aus gelangt das Wasser über einen Druckstollen zum Kraftwerk Obermatt. Gleichzeitig erhielt der Stausee auf Initiative der Stadt Luzern zu Ehren des Engelberger Strompioniers Eugen Hess-Waser den Namen «Eugenisee». Als Begründung führte die Stadt Luzern an, «damit sich auch zukünftige Generationen an die Verdienste dieses grossen Engelbergers erinnern».

Wildhüter Klaus Hurschler (rechts) und Winfried König von der Forellenfarm Luterbach in Ennetmoos setzen Bach- und Regenbogenforellen aus. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 16. Juli 2018))

Wildhüter Klaus Hurschler (rechts) und Winfried König von der Forellenfarm Luterbach in Ennetmoos setzen Bach- und Regenbogenforellen aus. (Bild: Beat Christen (Engelberg, 16. Juli 2018))

Etwas Geduld ist gefragt

Verirrten sich früher nur vereinzelte Fische in den Eugenisee, so ist das Fischen seit mehreren Jahrzehnten dank des regelmässigen Besatzes von Fischen erlaubt. Für Wildhüter Klaus Hurschler ist der kleine See am Dorfeingang ein wahres Fischerparadies. Zweieinhalb bis drei Jahre alt sind die Bach- und Regenbogenforellen, wenn sie von einer der beiden, für die Lieferung zuständigen Forellenfarmen angeliefert werden. «Wie schnell sich die Fische an die neue Umgebung gewöhnen, bekommen die Fischer schon am nächsten Morgen nach der Einsetzung zu spüren. Da ist nichts mit schnellem Fang», erzählt Hurschler und freut sich, dass dabei die Gesetze der Natur sehr schnell greifen. Apropos Gesetze: Solche müssen auch die Fischer einhalten. Erwachsene dürfen maximal fünf und Jugendliche bis 16 Jahre maximal drei Fische aus dem Wasser ziehen. «Wer sich nicht an diese Regeln hält und die Fänge beim Patent nicht ordnungsgemäss einträgt, muss mit einer Busse rechnen», erklärt Wildhüter Hurschler die Spielregeln. Die Kontrollen erfolgen regelmässig entweder durch ihn oder einen der beiden Aufseher. Und wer noch nie gefischt hat und nicht über das nötige Equipment verfügt, bekommt Hilfe. Über die Sommerferien steht jede Woche Fischen mit einem sachkundigen Fischer auf dem attraktiven Sommerprogramm von Engelberg-Titlis Tourismus. «Mit etwas Geduld haben auch Anfänger garantiert einen Fisch an der Angel», ist Wildhüter Hurschler überzeugt.

In unserer Sommerserie stellen wir kleinere Seen in Obwalden vor, die zu verschiedensten Freizeitaktivitäten oder ganz einfach zum Verweilen und Geniessen einladen. Alle Beiträge finden Sie hier.

Gut zu wissen

Ab Bahnhof Engelberg erreicht man den Eugenisee zu Fuss in etwa 15 Minuten. Wer mit dem Privatauto anreist, kann das Fahrzeug auf einem der öffentlichen Parkplätze abstellen. Die Fischerei­saison dauert vom 15. April bis 31. Oktober. Ab 22 Uhr bis 5 Uhr morgens ist Schonzeit.
Die Preise für ein Tagespatent betragen 25 Franken für Erwachsene und 15 Franken für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren. Fischerpatente können an folgenden Verkaufsstellen bezogen werden: Amt für Landwirtschaft und Umwelt, Sarnen; Isufisch Fischereiartikel, Stansstad; Bahnhof Engelberg; Druckerei L-Line, Engelberg; Pension St. Jakob, Engelberg; Tourist Information, Engelberg. (bc)

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