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Der Engelberger Telemark-Weltmeister ist daheim

Die erfolgreichste Saison von Stefan Matter als Telemark-Fahrer wurde gebührend gefeiert. Nicht nur Talammann Alexander Höchli zeigte sich begeistert.
Franz Niederberger
Grosser Empfang für den strahlenden Doppel-Doppelweltmeister Stefan Matter. (Bild: Franz Niederberger, Engelberg, 22. April 2019)

Grosser Empfang für den strahlenden Doppel-Doppelweltmeister Stefan Matter. (Bild: Franz Niederberger, Engelberg, 22. April 2019)

Am Ostermontag bereitete eine grosse Fangemeinde mit Treichler-Glocken dem WM-Medaillengewinner Stefan Matter im Chalet bei der Talstation der Titlisbahnen in Engelberg einen grossartigen Empfang. Wie vor zwei Jahren kehrte Stefan Matter mit zwei Goldmedaillen von der Weltmeisterschaft zurück.

Im norwegischen Rjukan trat der Engelberger als Titelverteidiger in der Classic an. Nach der Weltcup-Saison hatte er berechtigte Hoffnungen auf Topresultate. Riesengross waren der Frust und die Enttäuschung nach der misslungenen Titelverteidigung. Die Goldmedaille im Teamwettbewerb schien die Moralspritze für die Disziplin Sprint gewesen zu sein. Das schwierige Terrain mit den Übergängen behagte ihm und setzte die Kräfte frei. Am äussersten Limit und mit vollem Risiko gelangen Stefan Matter zwei perfekte Läufe. Nach der WM im französischen La Plagne-Montchavin 2017 und der WM in Rjukan durfte er sich als Doppel-Doppelweltmeister feiern lassen.

Starke Resultate auch im Weltcup

Die WM-Medaillen waren das Sahnehäubchen für Stefan Matter. Zu feiern gab es auch drei Weltcup-Siege, zweimal stand er als Zweit- und zweimal stand er als Drittrangierter auf dem Podest. Mit dem Disziplinensieg in der Classic holte er sich die grosse Kristallkugel. Im Sprint und im Gesamt-Weltcup belegte er jeweils die Ehrenplätze. Die sieben Podestplätze erkämpfte Matter in zwölf Rennen.

Für Talammann Alexander Höchli war es eine grosse Ehre, im Auftrag der ganzen Gemeinde dem weltbesten Telemarkfahrer zu dessen Topleistungen gratulieren zu dürfen. Beeindruckt hätte ihn der absolute Wille, seine sportlichen Ziele zu erreichen. Er hob die Bescheidenheit von Matter hervor, der in verschiedenen Sportarten zu Weltmeisterehren kam und trotz den grossen Erfolgen bodenständig geblieben sei. Vor allem imponierten Alexander Höchli die Allrounder-Qualitäten, die für einen Telemarkfahrer Voraussetzungen sind: Ausdauer, Mut, Technik und taktisches Gespür, wie die Rennen angegangen werden müssen.

Der Erfolgshunger von Matter ist trotz den Erfolgen noch lange nicht gestillt. Nach wie vor ist er von der Sportart Telemark fasziniert. Die einzigartige Freiheit, wie er es selbst bezeichnet, zieht ihn nach wie vor in ihren Bann. Erstaunlich war auch die Tatsache, dass der Verschleiss von drei Paar Skischuhen pro Saison für einen Telemarkfahrer ungewöhnlich hoch ist. Als Grund nannte Matter seine schmale Skiführung und die aggressive Fahrweise. Über seine sportliche Zukunft entscheidet er von Jahr zu Jahr, in zwei Jahren könnten ihn seine Fans mit einem Grossaufmarsch an der Weltmeisterschaft im Berner Oberland unterstützen.

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