Der Grundersteg in Alpnach wird abgerissen

Die Kleine Schliere hat bald einen Übergang weniger für Autos. Der Grundersteg muss weg, weil er eine Gefahr bei Hochwasser darstellt.

Matthias Piazza
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Der Grundersteg mit Blick Richtung Quartier Grund. (Bild: Markus von Rotz (Alpnach, 24. Januar 2019))

Der Grundersteg mit Blick Richtung Quartier Grund. (Bild: Markus von Rotz (Alpnach, 24. Januar 2019))

Es hat tagelang geregnet. Die Kleine Schliere wird zum reissenden Fluss, der ganze Baumstämme mitnimmt. Das ist zu viel für den nur zweieinhalb Meter hohen Durchgang unter dem Grundersteg. Er verstopft. Der tobende Fluss sucht sich seinen Weg ausserhalb des Bachbetts. Schutt und Geröll entleeren sich über den halben Alpnacher Dorfkern.

Dieses Szenario ist zwar in der jüngeren Vergangenheit nicht eingetroffen, auch nicht beim Hochwasser im Jahre 2005. «Wir haben damals Glück gehabt. Bei einem nächsten Hochwasser haben wir vielleicht Pech. Denn die Verklausungsgefahr ist einfach zu gross», so Gemeindepräsident Heinz Krummenacher.

Verlust der Brücke sei verschmerzbar

Nun handelt die Gemeinde. Die Arbeiten beginnen spätestens Anfang Februar. Als Erstes werden neue Widerlager, also Sockel, erstellt. Darauf kommt der Fussgängersteg, der bis anhin seitlich an der Brücke angebracht war, und künftig auch von Velofahrern benutzt werden darf. Er wird um 80 Zentimeter angehoben. Die Betonbrücke wird abgebrochen. Die nächstgelegene Möglichkeit, künftig die Kleine Schliere mit dem Auto zu überqueren, ist die Brünigstrasse. «Dieser minimale Umweg ist zumutbar», findet Gemeindepräsident Heinz Krummenacher.

Sollte die Kantonsstrasse gesperrt sein, müsste der Verkehr über eine einspurige «Landwirtschaftsbrücke» im Gebiet Städerried und via Flugplatz geführt werden. «Dieser Fall tritt ja nur bei einem extremen Hochwasser oder einem sonstigen ausserordentlichen Ereignis ein. Dann könnte es auch sein, dass der motorisierte Verkehr ins Dorf gar nur über die A8 oder über eine Notbrücke möglich ist», gibt Heinz Krummenacher zu bedenken.