Der Lehrerverein Obwalden kritisiert die  Verschlechterung der Altersentlastung

Einsparungen könnten sich zu einem Bumerang entwickeln, befürchtet der Verein. 

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Lehrern ab 55 Jahren soll künftig nur noch eine Wochenlektion erlassen werden.

Lehrern ab 55 Jahren soll künftig nur noch eine Wochenlektion erlassen werden.

Boris Bürgisser

(map) Der Lehrerverein Obwalden (LVO) kritisiert die von der Regierung vorgeschlagene Neuregelung der Altersentlastung. Bisher wurden Lehrern ab 55 Jahren zwei Wochenlektionen erlassen. Künftig soll es nur noch eine sein (siehe Ausgabe vom Freitag). Lehrpersonen seien gegenüber anderen Berufsgruppen deutlich grösseren psychosozialen Belastungen ausgesetzt, schreibt der LVO in einer Stellungnahme. Die berufsbedingten Krankheitskosten seien aus diesem Grund in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Einsparungen könnten sich zu einem Bumerang entwickeln. «Zudem sind wir der Ansicht, dass die Schulen von den Lehrpersonen mit langjähriger Erfahrung viel profitieren», heisst es weiter. Lehrer zwischen 50 und 54 erhalten nach wie vor eine und Lehrer ab 60 Jahren drei Wochenlektionen geschenkt.

Mehr Lohn für Kindergärtnerinnen

Positiv äussert sich der LVO zum Entwurf, Kindergärtnerinnen lohnmässig den Primarlehrerinnen gleichzustellen. Die Lohndifferenz beträgt aktuell zwischen 300 und 400 Franken. «Die Arbeit der Kindergärtnerinnen ist schon seit Jahren ebenso anspruchsvoll wie jene der Primarlehrpersonen», schreibt der LVO. Mit der gleichen Ausbildung sei es nur richtig, dass die Funktionsstufe auch angepasst werde. Die Vernehmlassung endet Mitte April.