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Der Obwaldner Musiker Luke Gasser rockt den «Judasbaum»

Ein Output, von dem andere Künstler nur träumen können. Kaum sind die Premieren seiner zwei neusten Filme abgefeiert, legt Luke Gasser eine neue CD vor. Zeit für eine Tournee hat er aber nicht, weil er schon wieder an einem neuen Projekt arbeitet.
Philipp Unterschütz
Luke Gasser bei einem Auftritt auf der Tournee mit Nazareth. (Bild: Mike Weibel)

Luke Gasser bei einem Auftritt auf der Tournee mit Nazareth. (Bild: Mike Weibel)

Wie macht der Mann das nur? Eine berechtigte Frage angesichts des vielfältigen künstlerischen Outputs von Luke Gasser. Erst Mitte April hat der Obwaldner Regisseur und Musiker grad zwei Filme auf die Leinwand gebracht: «Anuk II – Der Feuerberg» und «Anuk III – Die dunkle Flut». Und eigentlich hat er diese Filme einfach so zwischen andere Projekte geschoben. Vier Rockalben in vier Jahren, mehreren Bücher, Tourneen mit Status Quo und Nazareth, drei Dokumentarfilme, zuletzt «Von Flüe – Ein Mann in Pilgers Art» - eine beeindruckende Schaffenskraft. Und nun präsentiert Luke Gasser mit «The Judas Tree» bereits wieder eine neue CD.

Das kreative Reservoir füllt sich immer wieder neu

«Ich arbeite halt extrem fokussiert», meint Gasser zu seinem grossen Output. «Vertrauen, Leidenschaft und Rhythmus sind der Schlüssel.» Insbesondere der Rhythmus sei nicht nur bei der Arbeit, sondern generell im Leben wichtig, um voranzukommen. «Und ich habe auch kein Smartphone, das mich ständig mit sinnlosen Infos ablenkt.» Angst davor, bei so viel Kreativität auszubrennen, hat der Obwaldner Kunstschaffende nicht. «Ich schöpfe ja nicht aus einem Reservoir, das irgendwann leer ist. Das entwickelt sich immer wieder neu.» Wie zügig er für die CD gearbeitet hat, lässt sich aufgrund des Booklets nachvollziehen. Akribisch sind zu jedem Song die Daten aufgeführt, wann sie entstanden und aufgenommen worden sind. Luke Gasser hält nicht viel davon, lange an Songs herumzuwerkeln. «Die Essenz eines Rock-Songs erschliesst sich nicht besser, wenn man ihn 15 mal im Studio wiederholt. Trotz meinem Arbeitstempo lege ich aber bei allen Projekten grössten Wert darauf, dass sie sauber produziert sind.»

Es ist deshalb nicht weiter erstaunlich, dass er für die CD bereits neun Videos produziert hat, die dieses Jahr nach und nach erscheinen werden. Und auch die Songs für eine weitere CD habe er bereits fertig geschrieben.

Tournee mit den neuen Songs gibt's erst im Herbst

Waren seine letzten CDs randvoll mit treibenden Rock-Krachern, sind auf «Judas Tree» doch etwa ein Drittel der Songs eher ruhige, teilweise auch melancholische Nummern. Folkige Klänge treffen auf Hardrock. Das ist aber eigentlich nichts Neues für Luke Gasser. Nicht umsonst wurde er in den Neunzigerjahren auch immer mal wieder als «Alpen-Dylan» bezeichnet. Textlich bringt er immer wieder seine Weltanschauungen ein. Meist geschickt verpackt in Songs über Beziehungen. «Das hat man schon im mittelalterlichen Minnegesang gemacht. Beziehungssongs sind universal. Wenn man das ‹Du› mit einem ‹Wir› ersetzt, wird es plötzlich zur Systemkritik.» Aber auch wenn die Songs auf persönlichen Erlebnissen basierten, seien es keine autobiografischen Aufarbeitungen. «Songwriting ist keine Therapie für mich.» Alle Texte findet man übrigens auf Deutsch übersetzt auf der Webseite des Künstlers.

Auf Konzerte mit dem neuen Material müssen seine Fans vorerst verzichten. Erst im Herbst gibt's die CD-Taufe und ab November geht die Band mit dem neuen Drummer Mike Malloth, einem Luzerner, der bereits auf der CD mitspielt, erneut auf Europa-Tour mit den schottischen Rocklegenden Nazareth. Vorher hat Luke Gasser keine Zeit. Er arbeitet bereits an seinem nächsten Projekt, bei dem er aber die Katze noch nicht aus dem Sack lassen will. «Ein internationales Filmepos, das wir bis Ende Oktober drehen. Eine Grossproduktion mit solchen Stars habe ich noch nie gemacht.»

www.lukegasser.ch

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