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Der Sandbach in Kerns wird sicherer gemacht

Bis zum Herbst 2019 werden Geschiebesammler und Gerinne des Sandbaches ausgebaut. Die Kosten betragen rund 3,2 Millionen Franken.
Robert Hess
Spatenstich für die Realisierung des Hochwasserschutzprojektes Sandbach. Anwesend waren unter anderen Anwohner und Vertreter der kommunalen und kantonalen Behörden. (Bild: Robert Hess (6. November 2018))

Spatenstich für die Realisierung des Hochwasserschutzprojektes Sandbach. Anwesend waren unter anderen Anwohner und Vertreter der kommunalen und kantonalen Behörden. (Bild: Robert Hess (6. November 2018))

Sanft sprudelte der Sandbach in seinem schmalen grünen Gerinne am Dienstagvormittag an den gut 20 Anwesenden des Spatenstichs zum Start der Bauarbeiten vorbei. Gerade so, als ob ihn nie ein Wässerchen trüben könnte.

«Fast könnte man bedauern, dass das Bächlein in seiner Ruhe gestört werden soll», meinte denn auch eine langjährige Anwohnerin. «Aber», so ergänzte sie sofort, «immer wieder liest und hört man, dass unschuldige Bächlein bei Gewittern oder starkem Dauerregen von einer Stunde zur andern zu reissenden Bächen werden, die in ihrer Umgebung sehr viel zerstören.»

Anstösser verhinderten Schlimmeres

So verhielt es sich bei der Unwetterkatastrophe vom August 2005 auch mit dem Sandbach in Kerns. «Nur durch die Intervention der Anstösser und einem ständigen Baggereinsatz beim Sammler Lättentobel trat der Bach nicht über die Ufer und hohe Schäden blieben aus», erklärte der Kernser Gemeindepräsident André Windlin beim Spatenstich. Die aktuelle Gefahrenkarte habe dann «die Gefährdung der an den Bach angrenzenden Wohn-, Industrie- und Gewerbegebäuden deutlich bestätigt.»

Gemeinderat Daniel Blättler, Vorsteher Tiefbau und Umwelt, informierte kurz über den Verlauf der Schutzmassnahmen am Sandbach. Die Firmen Belop GmbH sowie die Schubiger Obwalden AG hatten im Auftrage des Gemeinderats die entsprechenden Konzepte sowie ein Wasserbauprojekt erarbeitet, das nach aufwendigen Vorarbeiten im August 2017 öffentlich aufgelegt werden konnte, wobei noch Einsprachen zu bereinigen waren.

Die Gemeindeversammlung vom 28. November 2017 genehmigte schliesslich einen Kredit von 3,2 Millionen Franken zur Realisierung des Hochwasserschutzprojektes Sandbach. Der Gemeinderat ging von einer Kostenbeteiligung von Bund und Kanton in der Höhe von 70 Prozent aus, sodass zu Lasten der Einwohnergemeinde Nettokosten von rund 960'000 Franken zu erwarten sind.

Die Realisierung erfolgt in zwei Etappen

Das Projekt umfasst unter anderem die Vergrösserung und Optimierung des Geschiebesammlers mit Schwemmholzrückhalt. Das Gerinne zwischen Geschiebesammler und Stanserstrasse wird auf ein HQ100 (hundertjährliches Ereignis) ausgebaut, inklusive Bepflanzung und Begrünung. Dazu müssen verschiedene Brücken in diesem Abschnitt ausgebaut werden. Gestartet wird in diesen Tagen mit der Erneuerung der Werkleitungen, wie Bauingenieur Christian Preiss von der Schubiger Obwalden AG am Spatenstich erklärte. Die Hochwasserschutzarbeiten sollen bis Herbst 2019 dauern. In der zweiten Etappe 2020 bis 2023 wird gemäss Botschaft des Gemeinderates die ökologische Aufwertung unterhalb der Stanserstrasse erfolgen. Dort soll eine natürliche Bachsohle und Uferböschung gestaltet werden.

Am Spatenstich freute sich Gemeindepräsident André Windlin sichtlich über eine Spende ans Sandbach-Projekt. Den entsprechenden Check in der Höhe von 100'000 Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft überreichte Roland Arnold, Generalagent der Mobiliar in Obwalden und Nidwalden. «Unsere Gesellschaft ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Hand zu unterstützen», sagte Arnold bei der Check-Übergabe.

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