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Weisch nu?: Im Februar 2009 fiel der Startschuss zu den Bauarbeiten für den Sarner Seefeldpark

Unsere Zeitung blickt zurück auf den Februar vor zehn Jahren. Damals fuhren im Seefeldpark Sarnen die Bagger auf. Sie verwandelten die Trümmerlandschaft vom Hochwasser 2005 in eine moderne Camping- und Badianlage.
Matthias Piazza
Die Bauarbeiten im Lido Sarnen zu Beginn des Februars 2009. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Die Bauarbeiten im Lido Sarnen zu Beginn des Februars 2009. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Es war eines der grössten Projekte in der jüngeren Sarner Geschichte: Rund 25 Millionen Franken kostete es, und über mehr als drei Jahre zog sich die Planung hin. Anfang Februar 2009 starteten die Bauarbeiten schliesslich, um dem Sarner Lido ein neues Gesicht zu verleihen. Denn dieses präsentierte sich vor zehn Jahren alles andere als einladend. Dreck, Schutt und Baumaschinen prägten die Szenerie. Die alten Anlagen und Gebäude waren schon abgebrochen, das Terrain aufgeschüttet, der Seeweg gesperrt. 2009 und 2010 war nichts mit baden, weil das Lidogebiet, wo sich bis anhin Badegäste und Sonnenhungrige aufhielten, zur Grossbaustelle geworden war.

Anlass für diesen Neubeginn war ein dramatischer. Das Hochwasser 2005 machte aus dem beliebten Campingplatz am Sarnersee ein Trümmerfeld. Als die Feuerwehr am 22. August 2005 um 4 Uhr morgens den Campingplatz wegen des steigenden Seepegels räumen liess, ahnten die Touristen und Camper noch nicht, welche Bilder sie später zu sehen bekommen würden. Das Gebiet blieb lange gesperrt. Erst Ende September erhielten die Camper die Erlaubnis zum Aufräumen. Ihnen bot sich ein Bild des Schreckens: Zelte und Wohnwagen standen über einen Meter hoch im Schlamm. Velos, Kleider, Gasherde: Alles war rettungslos unter Geröll begraben. Das Aufräumen schien kein Ende zu nehmen.

Bereits im Frühling des Jahres 2006 sprach sich das Stimmvolk für einen Kredit aus, um einen Ideenwettbewerb für das gesamte Seefeld zu lancieren. In einem zweiten Schritt folgte ein Projektwettbewerb für einen Campingplatz mit Strandbad und Restaurant. 2008 stimmten die Sarner Bevölkerung dem Projekt mit 73 Prozent zu.

Extravagante Badi als Schmuckstück

Am 9. April 2011 – rund ein Jahr später als geplant – hatte das Warten auf die neue Badi dann endlich ein Ende. Tausende nahmen den Seefeld-Park in Beschlag. Auf der rund 72'000 Quadratmeter grossen Landzunge am Sarnersee war eine Anlage mit einem extravaganten Freibad als Schmuckstück entstanden. In einem zweigeschossigen, transparenten Holzbau liegt ein 25-Meter-Becken, das im ungedeckten Obergeschoss eingebettet ist und bis ins Erdgeschoss hinunterreicht – ein erhöhtes Freibad mit Blick auf See und Bergwelt.

Im Untergeschoss ist ein Restaurant mit grossem Vorplatz integriert. Ein Strandbad bildet den zweiten Bereich der «Schwimmlandschaft» – eine Liegewiese mit Zugang zum See sowie ein Erlebnis- und Kinderbecken. Ein grosser Campingplatz und zwei Beachvolleyball-Felder komplettieren das Ensemble.

Gemeinde nimmt gar rote Zahlen in Kauf

Gemeindepräsident Jürg Berlinger spricht von einer Anlage mit überregionaler Ausstrahlung. «Dies zeigen auch die erfreulichen Besucherströme, welche wir jährlich feststellen. Wir haben eine tolle Anlage mit Camping, offener Badeanlage und einem schönen Restaurant am See. Das hören wir immer wieder von begeisterten Besuchern.» Der Campingplatz sei sehr beliebt. Sämtliche 44 Residenzplätze seien dauervermietet.

Dafür nimmt die Gemeinde gar rote Zahlen in Kauf. Bei der Eröffnung rechnete die Gemeinde, dass Camping, Restaurant und Freibad jährlich 1,2 Millionen Franken abwerfen würden. Abzüglich Betriebskosten, Abschreibungen und Verzinsung würde demnach ein Minus von insgesamt 600'000 Franken jährlich resultieren.

«Wir sind besser unterwegs als angenommen», sagt Jürg Berlinger dazu, genaue Zahlen der vergangenen Saison würden im April vorliegen. Trotzdem werde der Sarner Gemeinderat in Zukunft Möglichkeiten prüfen, die Anlage rentabler zu betreiben. Auch in puncto Betriebsführung wolle man verschiedene Optionen prüfen.

Weitere Themen von damals

Über sechs Jahrzehnte wurden sie von der Schweizer Armee genutzt. Dann, im Februar 2009, werden die 14 Militärbaracken des Aadörfli in Buochs abgebrochen. Zwei der Baracken sind militärhistorisch wertvoll. Sie sind während des Zweiten Weltkriegs erbaut und seither weder saniert noch verändert worden. Potenzielle Museumsstücke werden deshalb sorgfältig in ihre Einzelteile zerlegt, konsequent durchnummeriert und von der Armasuisse eingelagert.
Sie haben keinen Bock mehr auf die Schule, pöbeln, stören den Unterricht, bringen ihre Lehrer an den Rand der Verzweiflung: Für solche Schüler hat der Kanton Obwalden einen Leitfaden erarbeitet. Er regelt die Handhabung des Time-outs, eines vorübergehenden Schulausschlusses von maximal vier Wochen. Während ihrer Auszeit von der Schule arbeiten die älteren Jugendlichen in einer Institution, einem Betrieb oder auf einem Bauernhof. Für Primarschüler werden vor allem Teilausschlüsse, zum Beispiel Kleingruppenunterricht, vorübergehende Beurlaubung in einzelnen Fächern und begleitende Unterstützung durch Beratungspersonen vorgesehen.

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