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Der «Schandfleck» neben dem Berghaus Schönbüel verschwindet

Dank der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Lungern beseitigt die Teilsame Lungern-Obsee die letzten Altlasten auf Schönbüel.
Philipp Unterschütz
Die letzten Stunden des ehemaligen Berggasthauses Sporting haben geschlagen. Bild: PD (Schönbüel, 20. Juli 2019)

Die letzten Stunden des ehemaligen Berggasthauses Sporting haben geschlagen. Bild: PD (Schönbüel, 20. Juli 2019)

Der letzte Schritt in der langen Geschichte um die Schliessung des Ski- und Wandergebiets Lungern-Schönbüel wird momentan gemacht: mit dem Rückbau des ehemaligen Berggasthauses Sporting sowie der Bergstation der Sessel-/Gondelbahn durch die Teilsame Lungern-­Obsee werden die letzten Altlasten beseitigt. «Die Arbeiten sind bisher sehr gut verlaufen, das bisher schöne Wetter kam uns in dieser Höhe natürlich sehr gelegen», sagt Hansurs Bürgi, Präsident der Teilsame Lungern-­Obsee.

Mit dem Rückbau des ehemaligen Berggasthauses Sporting sowie der Bergstation der Sessel-/Gondelbahn verschwinden die letzten Altlasten im ehemaligen Skigebiet Lungern Schönbüel . (Bild: PD, Schönbüel, 20. Juli 2019)

Mit dem Rückbau des ehemaligen Berggasthauses Sporting sowie der Bergstation der Sessel-/Gondelbahn verschwinden die letzten Altlasten im ehemaligen Skigebiet Lungern Schönbüel . (Bild: PD, Schönbüel, 20. Juli 2019)

Das Abbruchmaterial wird noch vor Ort sortiert, in Mulden verladen und dann mit Traktoren via Turren ins Tal nach Lungern gefahren. «Für die teils steilen Schotterstrassen sind die Traktoren besser geeignet als Lastwagen», erklärt Bürgi. Im Tal wird das Material umgeladen und in die entsprechenden Reziklieranlagen gebracht. «Hauptsächlich fällt momentan Holz vom ehemaligen Berggasthaus Sporting an, dazu Isolationsmaterial wie Styropor und Steinwolle. Es gab auch wenige Teile mit Asbest, die wir ganz speziell entsorgen mussten», erzählt Hansurs Bürgi. Man sei mit dem Arbeiten absolut im Zeit- und Kostenplan.

Der Rückbau wird noch dieses Jahr abgeschlossen. Allerdings ist ein Zeitplan bei Arbeiten im Gebirge immer auch stark vom Wetter abhängig. Danach wird nichts mehr von den Gebäuden sichtbar sein. Es entstehen laut Hansurs Bürgi auch keine neuen Bauten. «Die Fläche wird begrünt - es wird aussehen wie eine Alpwiese, die mit Steinen durchsetzt ist.»

Aufwertung das neuen Naherholungsgebietes

Dass die Teilsame Lungern- Obsee die Rückbauarbeiten zügig an die Hand nehmen konnte, ist insbesondere der Gemeinde Lungern zu verdanken, die an ihrer Versammlung Ende Mai einem Beitrag von 250000 Franken an die Rückbaukosten zustimmte. Insgesamt fallen Kosten von 750000 Franken an. An den Rückbaukosten beteiligen sich auch der Kanton und Alpinfra, der Hilfsverein für Berggemeinden. Die Teilsame selber trägt 108 000 Franken.

Nach dem Stillstand der Bahnen im Jahr 2013, der Erneuerung der Pendelbahn Lungern-Turren durch den Alpnacher Investor Theo Breisacher, der Sanierung des Berghauses Schönbüel und dem Abbruch der übrigen Transportanlagen, zweier Skilifte und der Sesselbahn Turren-Schönbüel, verblieben nur noch das ehemalige Berggasthaus Sporting sowie die Bergstation der Gondelbahn. «Durch den Rückbau erfährt das neue Naherholungsgebiet Lungern – Turren mit dem renovierten Berghaus auf Schönbüel und dem Konzept des sanften Tourismus eine nachhaltige Aufwertung», ist Hansurs Bürgi überzeugt.

Der Betrieb im neuen Bärghuis in nächster Nähe ist erfreulich angelaufen. So berichteten wir erst kürzlich, dass Pächer Dieter Raebel, seinen Vertrag mit der Genossenschaft Berghaus Lungern Schönbüel um fünf Jahre verlängert hat, nachdem die einjährige Probezeit erfolgreich war. Auch Dieter Raebel freute sich damals: «Mit dem Rückbau verschwindet ein Schandfleck neben dem ‹Bärghuis›.»

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